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Wochengottesdienste in der Woche nach Lätare

Eröffnung: Herr, bleibe bei uns (EG Wü 781.1)

Lichtentzündung  - von einer hereingetragenen Kerze aus

Lied: Mein schönste Zier und Kleinod bist (EG 472,1-4)

[ Benediktion über dem Licht (a)

Der Herr sei mit euch                             G: und mit deinem Geist

Lasst uns danksagen und Gott preisen   G: Das ist würdig und recht.

Gepriesen seist du, Gott, ewige Güte /

Grund alles Lebens, König der Welt, /

+ Du Hirte deines ganzen Volkes.

Wie du einst Israel durch Wolken- und Feuersäule geleitet hast /

so führst du auch uns durch diese vierzig Tage der Buße /

+ dass wir Wüste erfahren als Zeit der Prüfung und Umkehr.

Suchend als Pilger, mit Beten und Fasten /

öffne uns die Augen für deine Gegenwart im Elend der Welt, /

+ dass wir den verborgenen Glanz deines Erbarmens finden.

Sei mit uns auf dem Weg, jetzt und alle Tage; /

denn ohne dich würden wir zugrunde gehn, /

+ du aber willst, dass niemand verloren sei.

Dir allein gebührt Anbetung und Ruhm /

durch Christus, der als Licht zum Tag uns vorangeht /

+ zu jeder Zeit und in alle Ewigkeit. (T 190.11) ]

Psalmgebet

So Spruch Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht
Psalm 24  - Die Erde ist des H
ERRN, und was darinnen ist, (€ 41 // 18 B T 500)

Mo Psalm 84 - Wie lieblich sind mir deine Wohnungen, HERR Zebaoth! (€ 72 // 142 T 510)

Di Psalm 33 - Der HERR schaut vom Himmel (€ 48 // 38 T 502)

Mi Psalm 84 - Wie lieblich sind mir deine Wohnungen, HERR Zebaoth! (€ 72 // 142 T 510)

Do Psalm 85 B Könnte ich doch hören, was Gott der HERR redet,  (€ 74 // 131 T 505)

Fr Psalm 84 - Wie lieblich sind mir deine Wohnungen, HERR Zebaoth! (€ 72 // 142 T 510)

Sa Psalm 86 - HERR, neige deine Ohren und erhöre mich; (€ 75 // 42 B T 506)

Lesung

So Jes 54,7-10  - der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR,          2.Kor 1,3-7 -  der Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, 

  Joh 12,20-24  - wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt

Mo Joh 6,26-29  - Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Di Hiob 9,14-23.32-35  - Wenn ich auch recht habe, kann ich ihm doch nicht antworten, 

Mi Joh 6,30-35(36) - Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern

Do 2.Kor 4,11-18 -  nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare

Fr Joh16,16-23a  - Ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen

Sa Hoheslied 2,8-13 - Siehe, er steht hinter unsrer Wand und ... blickt durchs Gitter. 

Antwortgesang: Gelobt sei der Name des Herren  (EG Wü 779.4)

Betrachtung 

So Hans Urs von Balthasar (1905-1988) Schweizer Theologe (kath)
Jesus hat erfolglos gelebt und war sicher nicht vom Geist des Erfolgs getrieben, sonst hätte er sich klüger benommen. „Erfolg“, sagt Martin Buber, „ist keiner der Namen Gottes“. Ja, die Pointe des Christlichen liegt darin, dass gerade die weltliche Erfolglosigkeit, der Bankrott am Kreuz der Höhepunkt christlicher Fruchtbarkeit war. In der Preisgabe alles eigenen Planens an den unfasslichen Willen des Vaters, im Gehorsam mitten in der geistigen Nacht, im Ge-führtwerden „wohin du nicht willst“, im Versinken des Weizenkorns in der Erde, liegt das Prinzip einer neuen, weltlich unbegreiflichen, in keiner Erfolgsrechnung zu buchenden Fruchtbarkeit. „Gratis“, „umsonst“, „vergeblich“,: die Abschattungen wechseln auch christ-lich vom Hellen zum Dunkeln, vom zwecklosen Spiel bis zur Verlorenheit – aber immer ist es das gleiches Prinzip: das Übersteigen der eigenen Zwecksetzung, das Angebot alles Per-sönlichen, damit Gott darüber verfüge; hier ist christliche Fruchtbarkeit, angeschlossen an die Fruchtbarkeit des gekreuzigten Christus.
H.U.v.Balthasar, Klarstellungen, Herder-Bücherei 391, S. 32

Mo Perikopenbuch 2018 zum Proprium des Sonntags Lätare 

Die Wende vom Tod zum Leben, von Zerstörung zu Frieden und Bewahrung gehört ins Zen-trum des christlichen Glaubens und ist gleichzeitig mit der Sehnsucht vieler Menschen nach erfülltem Leben, unzerstörbarer Liebe und gerechtem Frieden verknüpft. Dabei erfahren Menschen, dass diese Sehnsucht kaum erfüllbar ist, dass sie vielmehr bedroht und teilweise zerstört wird durch Mächte und Systeme des Todes mitten im Leben, auch durch sie selbst. Diese Sehnsucht kann weder durch Selbstoptimierung noch durch eine andere Gesellschaft gestillt werden. Der Menschensohn geht in den Tod und gibt aktiv sein Leben für uns; als Frucht bringt er die neu wachsende Liebe, die immer wieder diejenigen verwandelt, die ihm begegnen wollen. Der Menschensohn steht inmitten des Bösen, des Leidens und der Be-drängnis, und er ruft alle Menschen zur verwandelnden Liebe. - Der Trost Gottes zeigt sich darin, dass Gott in Tod und Auferstehung Jesu heilvoll zugunsten der Menschen handelt. Der Heidelberger Katechismus formuliert das klassisch und bis heute gültig: „Was ist dein einzi-ger Trost im Leben und im Sterben? Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre.“

Liturgische Konferenz, Perikopenbuch 2018, Bielefeld/Leipzig 2018, vor S. 185
 Di  Eduard Spranger (1882-1963) Philosoph in Tübingen

Alle Menschen, die in ernster Lebensführung alt geworden sind, stimmen darin überein, dass das Menschendasein über dem Abgrund unsagbaren Leidens spielt (Ps 38; 42; 73). Gewiss, jeder Tag bringt kleine Quellen der Freude, ... doch kann die Summe davon den anderen Po-sten nicht aufwiegen, mit dem von Anfang an zu rechnen ist: dieser Leib wird eines Tages restlos zerfallen, vielleicht nach qualvollem Siechtum... Diese Seele wird gerade an dem ent-täuscht werden, was ihr das Liebste ist... Dieser Geist ... wird unterliegen und in einer gegen ihn gleichgültigen Ordnung der Dinge wieder heimatlos werden...- Wer gegen so harte Tatsa-chen nicht abgeblendet ist, der kann eigentlich gar nicht anders, als zu dem Schluss kommen: es sei kein Gott, wenigstens kein gütiger Gott, der für uns Menschen wesentlichen Werte lie-bevoll in Pflege nimmt und sie seinerseits bejaht. Man kann solchen Gedanken nicht entrin-nen, es sei denn, dass auf der Spitze gerade des tragischen Erlebens - ein Wunder geschieht. Es muss in der äußersten Situation alles durch ein gewaltiges Dennoch umgekehrt werden. Und die Frage ist nun: Wo kommt die Kraft zu dieser Umwertung her, die alles ins Gegenteil verwandelt; die Sehnsucht in Erfüllung, den Schmerz in die Begnadigung, den Tod in das Leben? - Gibt es jene Kraft, dann kommt sie bestimmt nicht vom Menschen her, sondern aus jener verborgenen Tiefe, den wir als den Ort des unbekannten Gottes bezeichnet haben.

E. Spranger, Der unbekannte Gott, Stuttgart 1955,  S.42

Mi  Sytze de Vries (*1945) niederländischer Theologe (ev), Lyriker 

        Auf dem Weg nach Ostern – Danksagung zu Lätare

Dir danken wir, Gott. So lange schon bist du die Quelle, aus der das Leben entspringt, der Grund, der uns trägt, das Ziel unseres Suchens. Verbannte sind wir, noch immer nicht zu-hause, doch wohl behütet unter der Laubhütte deiner Treue. – Wir suchen die Stadt, die du uns baust, wo Liebe die Tore öffnet, die Welt, in der Gerechtigkeit thront. Da kann dein Mensch gedeihen, da bekommt der Himmel festen Fuß auf der Erde, und sein Lied pflanzt sich fort im Heilig. – Dir danken wir, Gott, für Jesus, deinen Sohn, Frucht deines Geistes und Kind nach deinem Herzen. Als Botschafter Kanaans, Brot vom Himmel, Erstling einer gro-ßen Ernte, war er dein Wort, leibhaftig, der ausgeliefert wurde und sich selbst ausgeliefert hat mit Leib und Seele für das Leben der Welt. – Überschatte uns mit deinem Geist, such dir eine Wohnung unter uns, wo wir Schulter an Schulter zusammen leben zu deiner Ehre. Schaff dir Recht auf unserer Erde, im Herzen der Menschen in diesem Leben unter der Sonne. Freude für Jerusalem bis zu den Enden der Erde.

S. De Vries, Von Fest zu Fest, Utrecht (NL) 2015, S. 26f

Do Hans-Joachim Iwand  (1898-1960) Theologieprofessor (ev) in Bonn

Unser Glaube beginnt genau da, wo die Atheisten meinen, dass es zu Ende sein müsse. Unser Glaube beginnt in jener Härte und Nacht, die Nacht des Kreuzes, der Verlassenheit, der An-fechtung und des Zweifels an allem ist, was es gibt! Wirklich, was es gibt! Unser Glaube muss dort geboren werden, wo alle Gegebenheiten ihn verlassen! Er muss geboren werden aus dem Nichts, er muss dieses Nichts schmecken und zu schmecken bekommen, wie sie sich kein Philosoph des Nihilismus vorstellen kann. Denn die behandeln immer noch den Nihi-lismus als Kraft der Neugeburt, als revolutionäre Sprungfeder, als Abbau bis auf den Grund, damit man „neu“ anfangen könne. Aber das Kreuz ist mehr. Das Kreuz ist das Offenkundig-machen unserer objektiven Gottlosigkeit, unserer grenzenlosen Verlassenheit. H.J. Iwand in: W. Brinkel, Dem Leben auf der Spur, Gütersloh 1986, 3.3.

Fr Hilde Domin (1909-2006) jüdische Schriftstellerin in Heidelberg

Die schwersten Wege werden alleine gegangen, / die Enttäuschung, der Verlust, das Opfer sind einsam. / Man hört den eigenen Schritt. / Stehenbleiben und sich umdrehen, / hilft nicht. Es muss / gegangen sein. / Nimm eine Kerze in die Hand / wie in den Katakomben, / das kleine Licht atmet kaum. / Und doch, wenn du lange gegangen bist, bleibt das Wunder nicht aus, / weil das Wunder immer geschieht. / und weil wir ohne die Gnade / nicht leben

können:  / die Kerze wird hell vom freien Atem des Tags, / du bläst sie lächelnd aus / wenn du in die Sonne trittst /... und in deinem Hause / dir der Tisch weiß gedeckt ist. / Und die verlierbaren Lebenden / und die unverlierbaren Toten / dir das Brot brechen und den Wein reichen -. / und du ihre Stimmen wieder hörst / ganz nah bei deinem Herzen. /

H. Domin, Gesammelte Gedichte, Frankfurt/M 1987

Sa Klaus Eulenberger  (1946-2018), Pfarrer (ev) in Hamburg
Was würde sich im Weltverhältnis der Menschen ändern, wenn dieser sehnsüchtige Ton in ihren Sinn einginge? Ich stelle mir vor: Die Gegenwart würde ihnen zur Mitte der Zeit. Das Verhältnis zur Wirklichkeit ist nicht mehr vor allem durch Erfahrung bestimmt, sondern durch Erwartung. Die kühle, rationale, gewohnte Verfügung über die Zeit verwandelt sich in ein Lebensgefühl, das von Schmerz und Sehnsucht grundiert wird. Es ist der Schmerz über alles, was Menschen zugemutet wird an Unerträglichem, und die Sehnsucht nach Linderung und Heil. Eine große Hoffnung bildet sich heran: Sobald der Erwartete kommt, wird er vieles in ein anderes Licht tauchen, weil er alle Dinge und alle Menschen im Licht ihrer Möglich-keiten erscheinen lässt. - Nicht von einer wundersamen Verwandlung ist die Rede – so, als würde mit einem Mal alles gut. Es wird ja nicht alles gut, solange wir in jener Welt leben, die sowohl Himmel als auch Hölle sein kann – und vieles dazwischen. Aber der Blick auf die Wirklichkeit kann sich verändern, wenn etwas geschieht, was ihr ein’ neuen Schein gibt. Im Hohenlied klingt es so: „Sieh doch – da – er bleibt stehn hinter unsrer Mauer, schaut durch die Fenster, strahlt durch die Gitter.“ - Martin Luther hat diesen erregten Satz aus dem Ho-henlied auf Gott bezogen. Luther spricht zu Menschen, die Widerwärtigkeiten ausgesetzt sind, und fragt: Ist es möglich, auch unter solchen Umständen „gute Zuversicht zu haben und Besseres (von Gott) zu erwarten als man’s empfindet“? Für die Glaubenden wohl, antwortet er; denn sie wissen: „Unter den Leiden, die uns von ihm scheiden wollen wie eine Wand, ja wie eine Mauer, steht er verborgen und sieht doch auf mich und verlässt mich nicht.“ Und weiter: „Denn Gott steht und ist immer bereit, in Gnaden zu helfen, und durch die Fenster des dunklen Glaubens lässt er sich sehen.“ Der Glaube ist dunkel, weil er gesättigt ist mit der Erfahrung von Leiden und Widerwärtigkeiten. - Es ist also kein naiver Glaube, der überzeugt ist, es könne ihm nichts geschehen, weil Gott die Glaubenden ja vor allem Bösen bewahrt. Und: Gott bleibt verborgen, zu erkennen gibt er sich nur als ein dunkles Bild, ein Schatten-riss. Aber Gott sieht auf mich, und er lässt sich sehen. Ich bin nicht verlassen.
K. Eulenberger, in: Entwurf zur Erprobung der Perikopenreform 2014

[ Stille ]

Loblied 

So Korn, das in die Erde - EG 98,1-3

Mo Jesu, meine Freude - EG 396  in Auswahl

Di Agios o Theos – Heiliger Herre Gott – EG 185.4

Mi Dank sei dir, Vater, für das ew’ge Leben – EG 227,1-3 

Do Die Herrlichkeit auf Erden – EG 527,1.4.8-10

Fr Jesu Kreuz, Leiden und Pein – EG 78,1.2.9.10

Sa Herr Jesu, Gnadensonne – EG 404,1.4.6.8

[ Canticum 

Kehrvers: Lob dir Christus, König und Erlöser. (Gotteslob 175.5)

Christushymnus:  Christus Jesus, der in göttlicher Gestalt war (EG Wü 764).                     oder Leitvers:  Seid unter euch gesinnt, wie Christus Jesus auch war. 

Christushymnus - Er, der in Gottes Gestalt war (T 513 / EG.Wü 764) ]

Fürbitten

So Du, Gott, schenkst uns Leben und rufst uns auch durchs Sterben hin zu dir. Lass uns nicht ausgeliefert sein an Zweifel, Traurigkeit und Verlustangst. Gib uns Hoffnung und Halt, wie du es versprichst. Wir rufen dich an:

R: Kyrie eleison

Lass uns verbunden sein mit Christus, dem Bürgen deines vollen Lebens. Überwinde in sei-ner Gemeinschaft unsere Fraglichkeiten und Grenzen. Zeige deine verwandelnde Macht.

R: Kyrie eleison

Wir bitten für alle, die deine Botschaft mit Wort und Tat bewahren und verkünden sollen. Segne ihren Dienst. Schaffe Raum deiner befreienden Wahrheit.

R: Kyrie eleison

Wir bitten für die Regierenden in aller Welt, dass sie zu Gehilfen  des Lebens werden. Lass es wahrhaftig zugehen, wo Recht gesprochen wird, und menschlich bleiben, wo Freiheit erkämpft wird, und  in Liebe geschehen, wo um Wahrheit gerungen wird.

R: Kyrie eleison

Mo Herr, unser Gott. Du hast uns in deinen Dienst gerufen und unserer Arbeit deinen Lohn ver-heißen. Deine Güte überwindet unseren Ehrgeiz und unsere Schwäche. Wir rufen -
R: Gott, steh uns bei.
Wir bitten dich: Befreie uns von allem, was uns hindert, deinen Willen zu tun; bewahre uns vor Selbstüberschätzung und blinder Geschäftigkeit; hilf uns auf, wenn wir müde werden und verzagen; lass uns das Ziel erreichen, das du uns gesetzt hast. Wir rufen -
R: Gott, steh uns bei.

Wir bitten dich für die Überlasteten und die Arbeitslosen, die Armen und die Hungernden, die Ausgebeuteten und die Unterdrückten in aller Welt. Wehre dem Unrecht, hilf uns, gerecht zu teilen, was Du uns schenkst. Wir rufen - GT 61
R: Gott, steh uns bei.
Di Beten wir zu Gott, der in den Spannungen und Konflikten unseres Lebens durch Christus bei uns ist. dass er uns mutig und besonnen macht, rufen wir ihn an –
R: Gott steh uns bei.
Gib unseren guten Vorsätzen ein sinnvolles Ergebnis und lass unsere rechten Pläne gelingen. - Vollende, was wir aus Schwachheit nur unvollkommen erreichen. Wir rufen -
R: Gott steh uns bei.
Schenke uns Begegnungen, die uns froh machen, und lass niemanden durch uns traurig werden. - Lass andere Nachsicht mit uns üben, wenn wir uns unausstehlich verhalten. Wir rufen -
R: Gott steh uns bei.
Gib uns Standfestigkeit, dem Unrecht zu widerstehen und unsere Feinde zu lieben. - Lege uns keine schwereren Lasten auf als wir tragen können. Wir rufen -
R: Gott steh uns bei.
Gib Weisheit denen, die Gesetze erlassen, und schütze alle, die sie durchzusetzen haben. - Wehre dem Unrecht und bewahre die Entrechteten vor der Versuchung, Böses mit Bösem zu vergelten. Wir rufen - T 174.4
R: Gott steh uns bei. 

Mi Durch Christus, unseren Bruder, zu Kindern Gottes und einander zu Schwestern und Brüdern geworden, bitten wir darum, einander zu lieben, wie Christus uns geliebt hat. Rufen wir zu Gott -
R: Erneure uns durch deinen Geist.
Lass unsern Mund dein Lob verkündigen und allem bösen Reden verschlossen sein. - Lehre uns erkennen, wie wir in den Schwachen und Geringen Christus dienen sollen. Wir rufen -
R: Erneure uns durch deinen Geist.

Die Verheirateten bewahre in der Treue; den Familien gib Harmonie und herzliche Gemein-schaft, die Alleinlebenden behüte vor Einsamkeit. Wir rufen -
R: Erneure uns durch deinen Geist.
Beschütze alle, die unterwegs sind. Gib gutes Wetter denen, die es brauchen. - Schenke der Völkergemeinschaft friedliche Beziehungen und lass die Güter der Erde gerecht unter uns verteilt werden. Wir rufen -
R: Erneure uns durch deinen Geist.
Erinnere uns alle, dass wir dazu bestimmt sind, über Arbeit und Freizeit hinaus das Ziel zu finden in dir. Wir rufen - T 175.4
R: Erneure uns durch deinen Geist.

Do Gott, du schöpferische Kraft, du Quelle des Lebens. Wir loben dich, dass du uns Neuwerden und Fülle verheißt in Christus, der sich selbst hingegeben hat für das Leben der Welt. Wir rufen dich an:

R: Kyrie eleison

Gib, dass wir ihm nachfolgen. Mach uns frei und demütig, dass wir dienen, ohne aufdringlich zu sein. Hilf uns zu helfen, ohne Schwache zu demütigen. lass uns an dich glauben, ohne uns über andere zu erheben. Führe uns hin zu dem, was niedrig ist und gering. Wir rufen dich an:

R: Kyrie eleison

Wir beten für alle, die fremd wurden in dieser Welt; die ratlos dastehen; die sich schuldig fühlen; die eingeengt und verfolgt werden um ihres Glaubens willen. Wir rufen dich an:

R: Kyrie eleison

Wir beten für alle Menschen in Not, dass sie Barmherzigkeit erfahren und wir selbst barm-herzig werden. Wir beten für die Verlassenen, Verleumdeten, Verkannten, dass sie Menschen begegnen, die für sie offen sind. Wir rufen dich an:

R: Kyrie eleison

Wir bitten, dass auch dort, wo es heute finster ist in unserer Welt, dein Licht aufleuchte; dass wo es jetzt eng wird, das Atmen wieder leicht werde; dass wo gegenwärtig Streit herrscht, Frieden komme, auf den die Menschen warten. Wir rufen dich an: M 57

R: Kyrie eleison

Fr Gott, du ewiges Erbarmen und schöpferische Güte. Du hast uns zum Leben, nicht für den Tod bestimmt. Wir preisen dich für das neue Leben, das uns in Christus gegeben ist und für deine Geduld, die du uns, deinen eigensinnigen Kindern, zuwendest. Du willst uns gnädig sein. Dich rufen wir an - 
R: Kyrie eleison.

Besonders danken wir dir (heute)
o für jede Gelegenheit, deiner Liebe nachzudenken,
o für die Vergebung, die du unserem Versagen gewährst,
o für die Zeit, die du uns schenkst, Fehler zu korrigieren,
o dafür, dass wir Beleidigungen zurücknehmen und zerbrochene Beziehungen heilen können,
o dafür, dass uns Freunde in christlicher Liebe begleiten und stützen.
Wir rufen dich an -
R: Kyrie eleison.

Du Gott der Barmherzigkeit. Du hast Geduld mit unseren Unzulänglichkeiten und großzügig gibt uns deine Liebe, was wir brauchen. Vor dich bringen wir die Nöte unserer Welt voller Schäden und Verletzungen. Wir rufen dich an -
R: Kyrie eleison.
Besonders bitten wir (heute)
o für alle, die durch gefährliche Lebensabschnitte gehen müssen,
o für die Opfer menschlicher Habgier und Eroberungslust,
o für alle, die von ihrer Schuld frei werden möchten,
o für die Angeschlagenen, dass sie in den Gemeinden willkommen seien.
Wir rufen dich an - DP 316
R: Kyrie eleison. 

Sa Gott, unser Schöpfer. Du hast uns zur Arbeit, aber auch zum Feiern gerufen; wir dürfen ruhen, wie du geruht hast. Dein Sohn erlöst uns von dem Wahn, alles machen zu können. Wir rufen -
R: Kyrie eleison.
Dein Wort spricht uns frei von unerfüllbaren Ansprüchen und anklagenden Gedanken. Deine Botschaft sollen wir hören. Dein Werk möchten wir schauen. Diene Liebe wollen wir feiern, heute und morgen und in Ewigkeit. Wir rufen -
R: Kyrie eleison.

Wir bitten dich um Erholung für alle Abgearbeiteten, um guten Schlaf für die Müden, um deinen Frieden für die Altgewordenen. Den Einsamen schenke Gemeinschaft, den Traurigen Trost, den Geängstigten Freiheit, den Schuldigen Vergebung, den Sterbenden Hoffnung auf das Leben bei dir. Wir rufen - ES 264
R: Kyrie eleison. 

Vaterunser

Segen

Gott segne uns, erfüllt vom Feuer des Heiligen Geistes, mit der Barmherzigkeit und zärtli-chen Liebe Jesu Christi und in der Weisheit unseres  Schöpfergottes.   LWB Windhoeck 2017

oder

Der Gott des Friedens, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat (durch das Blut des ewigen Bundes), der mache uns tüchtig in allem Guten. Hebr 13,20 f.


Quellen und Hinweise


Soweit nicht anders angegeben sind Bibelverse wörtlich zitiert aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung – revidiert 2017, © 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

a Das Luzernar ist passend  für den Vorabend und Abend des Sonntags

Ergänzungsheft zum EG (Leipzig 2018)

E Evangelisches Gottesdienstbuch (UEK/EVELKD) Bielefeld/Leipzig 2020, 

EG Evangelisches Gesangbuch - Stammausgabe, 

EG Wü  Evangelisches Gesangbuch - Ausgabe Württemberg, 

DP Daily Prayer, (Presbyterian); Philadelphia, 1987 S.

ES Hofhansel/Naglatzki, Evangelisches Stundengebet, Hannover 1995, S.

GT Ameln / Ritter / Thomas,(Hg) Gebet der Tageszeiten, Kassel 1924, S.

M M. Meyer, Nachdenkliche Gebete ..., Göttingen 1988, S.

T Evangelisches Tagzeitenbuch, Göttingen 2020, Nr.

T&S   Common Worship (Church of England), Times and Seasons, London 2006