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Wochengottesdienste in der Woche nach Reminiszere


Eröffnung: Herr, bleibe bei uns (EG Wü 781.1)


Lichtentzündung  - von einer hereingetragenen Kerze aus


Lied:  Erneure mich, o ewigs Licht (EG 390,1-3)


[ Benediktion über dem Licht (a)

Der Herr sei mit euch                             G: und mit deinem Geist

Lasst uns danksagen und Gott preisen   G: Das ist würdig und recht.

Gepriesen seist du, Gott, ewige Güte /

Grund alles Lebens, König der Welt, /

+ Du Hirte deines ganzen Volkes.

Wie du einst Israel durch Wolken- und Feuersäule geleitet hast /

so führst du auch uns durch diese vierzig Tage der Buße /

+ dass wir Wüste erfahren als Zeit der Prüfung und Umkehr.

Suchend als Pilger, mit Beten und Fasten /

öffne uns die Augen für deine Gegenwart im Elend der Welt, /

+ dass wir den verborgenen Glanz deines Erbarmens finden.

Sei mit uns auf dem Weg, jetzt und alle Tage; /

denn ohne dich würden wir zugrunde gehn, /

+ du aber willst, dass niemand verloren sei.

Dir allein gebührt Anbetung und Ruhm /

durch Christus, der als Licht zum Tag uns vorangeht /

+ zu jeder Zeit und in alle Ewigkeit. (T 190.11) ]


Psalmgebet

So Spruch Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Psalm 24 -
Die Erde ist des H
ERRN und was darinnen ist (€ 41 // 18B T 500)

Mo Psalm 25 - Nach dir, HERR, verlangt mich. (€ 42 // 10 T 508)

Di Psalm 33  - Der HERR schaut vom Himmel (€ 48 // 38 T 502)

Mi Psalm 25 - Nach dir, HERR, verlangt mich. (€ 42 // 10 T 508)
Do Psalm 85 B  - Könnte ich doch hören, was Gott der H
ERR redet (€ 74 // 131 T 505)

Fr Psalm 25 - Nach dir, HERR, verlangt mich. (€ 42 // 10 T 508)

Sa Psalm 86 - HERR, neige deine Ohren und erhöre mich; (€ 75 // 42 B T 506)


Lesung

So Jes 5,1-7 - Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel ...

Röm 5,1-5 - gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott 

         Joh 3,14-21 - also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, 

Mo.  Gal 6,(11-13)14-18 -  sich rühmen als allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus
Di.    Hiob 2,1-10  - .Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch 

          annehmen?

Mi Joh 16,29-33 - In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt über- wunden.
Do 1.Joh 1,8 - 2,2 - einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.
Fr Hebr 9,11-15 - durch sein eigenes Blut hat Christus ein für alle Mal eine ewige Erlösung erlangt

Sa Gal 2,16-21 -  Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. 


Antwortgesang: Mit Freude erfüllt mich dein Walten  (EG Wü 781.4)


Betrachtung 

So Joseph Ratzinger (* 1927) Alt-Bischof (kath) in Rom

Das Kreuz ist Offenbarung... Es enthüllt, wer Gott ist und wie der Mensch ist... Die Wahrheit des Menschen ist, dass er immer wieder gegen die Wahrheit anrennt, der gekreuzigte Gerech-te ist so der dem Menschen hingehaltene Spiegel, in dem er unbeschönigt sich selber sieht. Aber das Kreuz offenbart nicht nur den Menschen, es offenbart auch Gott: So ist Gott, dass er bis in diesen Abgrund hinein sich mit dem Menschen identifiziert und dass er richtet, indem er rettet. Im Abgrund des menschlichen Versagens enthüllt sich der noch viel unerschöpfli-chere Abgrund der göttlichen Liebe. Am Kreuz ist so wahrhaft die Mitte der Offenbarung, eine Offenbarung, die nicht irgendwelche bisher unbekannten Sätze enthüllt, sondern uns selbst, indem sie uns vor Gott und Gott in unserer Mitte offenbart.
J. Ratzinger, Einführung in das Christentum, München 1968, S. 241f

 Mo Karl Lehmann, (1936-2018) Kardinal, Bischof (kath) in Mainz (Hessen) 

Wir brauchen das Zeichen des Kreuzes... Wir brauchen dies Zeichen, damit wir unsere volle Wirklichkeit sehen und annehmen, dass es Schuld, Trauer, Trostlosigkeit, Verzweiflung und gar den Tod unter uns gibt. Dieses Bildnis allein gibt nicht bloß einen realistischen Blick für das Widerwärtige, das unüberwindbare Böse und das vom Menschen her untröstliche Leid, sondern gewährt auch Befreiung und Erlösung mitten in Schmerz und Tod: Er (Christus) nahm die Schuld und die Sünde der Welt auf sich stellvertretend für unsere ständigen Ent-schuldigungen und Fluchtversuche. Wir brauchen jedoch die dunklen Gänge der Geschichte nicht zu fürchten, wenn wir Jesus folgen. Gott der Herr lässt seinen Gerechten nicht in Stich. In Jesus ist dies für uns und alle Menschen endgültig wahr geworden.        

K. Lehmann


 Di Walter Lück (1930-2018), Theologe (ev) in Oldenburg

Krankheiten und Schmerzen, die ungerufen kommen oder selbstverschuldet, Schicksalsschlä-ge, die unvermittelt treffen oder selbst ausgelöst sind, schließlich der Tod, den jeder erleiden muss, stehen dem Menschen jederzeit ins Haus oder sind schon da. Und auch der Anblick des Leidens anderer Menschen tut weh und ruft ein Mit-Leiden hervor. Der Mensch reagiert meistens abwehrend: Das soll nicht sein. Und er fragt: Warum muss das sein? Und wenn alle Antworten, die er denken kann, keinen Sinn ergeben – nicht nur, weil sie das Leiden nicht beenden -, leidet er daran, dass das Leiden keinen Sinn hat. - ... Leiden ist unaussprechliches Leid. Es verschlägt die Sprache, es schließt den Mund, es macht stumme Zeugen. – Die ersten Worte, die man findet, sind Worte der Klage. Die Klage wird zur Anklage: Warum das Leiden? Der Mensch würde bei seinem Rechten Recht bekommen, wenn es eine Rechtfer-tigung, einen Sinn des Leidens gäbe. Aber das Leiden hat keinen ablesbaren Sinn.    

W. Lück in: H. Nitschke, Worte zum Tage, Gütersloh 1973, 27.5.

Mi Reinhard Brandhorst (* 1942), Pfarrer in Stuttgart 

In seinem Buch „Mut zum Sein“ (1952, S. 44ff) beschreibt Paul Tillich, dass er am Ende jeder geschichtlichen Epoche eine spezifisch akzentuierte Angst vorherrschen sah: am Ende der Antike die Angst vor Schicksal und Tod, am Ende des Mittelalters die Angst vor Schuld und Verdammung, am Ende der Neuzeit die Angst vor Leere und Sinnlosigkeit, spürbar in der Verzweiflung, für die eigene Existenz keinen verstehbaren Sinn zu erfahren und zu ver-wirklichen. -  Dazu eine Überlegung meinerseits: Könnte es sein, dass eine geistliche Über-windung solcher Angst jeweils darin erscheint, wie die Christen das Sakrament des Abend-mahls gesehen und gefeiert haben? Wenn also Gemeinden der Spätantike die eucharistischen Gaben als pharmakon athenasias ( d.h. Arznei zur Unsterblichkeit – Ignatius v. Antiochien) ausgeteilt und empfangen haben; wenn dann für den Christen im Mittelalter und auch in der Reformation wichtig war, gegen Schuld und Verdammung persönlich zur Gewissheit der Vergebung zu gelangen: „Christi Leib (und Blut) für dich (und deine Sünde) dahingegeben“,  wird es da nicht verständlich, wenn in der Gegenwart der Gemeinschaftsaspekt betont und die Antizipation des eschatologischen Mahles im Reich Gottes hervorgehoben wird, wenn wir im weiten Kreis oder bei einem großen Zug, dem wandernden Gottesvolk gleich, das „Geheimnis des Glaubens“ erfahren und bezeugen: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Herrlichkeit.“

R.B. nach  P.Tillich, Der Mut zum Sein, S. 44 ff


Do Anselm Grün (* 1945) Benediktiner in Münsterschwarzach
Siegfried Lenz sagte: „Schuld ist etwas Allgemeines wie die Sonnenfinsternis.“ Wir können ihr nicht entrinnen, wir haben alle daran teil. „Wir sind alle irgendwie mitschuldig und müs-sen füreinander einstehen, weil wir im selben Netz hängen (Lorenz Wachinger - * 1936, Theologe und Psychotherapeut) Wir müssen uns heute auch der politischen und wirtschaftli-chen Schuld stellen und sie verarbeiten. Erlösung von unserer Schuld heißt nicht einfach, dass wir die Augen vor eigener und fremder Schuld verschließen. Erlösung bedeutet „die Befreiung von dem Druck der Schuld ... Nicht nur konkreter und wohl bewusster Verfehlun-gen, sondern von dem lähmenden Verstricktsein in Unüberschaubares“ (L.Wachinger) – Da-bei erleben wir heute als psychologisch geprägte Menschen schuld nicht als Übertretung von Geboten, sondern als Lebensverweigerung, als Denkfaulheit, als Unehrlichkeit, als Blindheit. A. Grün, Mit Herz und allen Sinnen, Freiburg/B. 2005, S. 203


Fr Anselm Grün (* 1945) Benediktiner in Münsterschwarzach
Die Frage ist, wie wir die „Erlösung von der Schuld“ verstehen sollen. Was hat Vergebung mit Jesu Tod am Kreuz zu tun? Wie kann ein vergangenes Ereignis heute Vergebung ver-mitteln? Gott ist – so sagt das Matthäusevangelium – immer der Barmherzige, der Schuld vergibt. Er wendet sich in Jesus, seinem Sohn, auf besondere Weise den Sündern zu. Die Zuwendung zu den Sündern erreicht im Tod Jesu ihren Gipfelpunkt. Gott braucht nicht den Tod Jesu, um vergeben zu können. Er vergibt, weil er liebt. Warum aber verbindet dann Matthäus und nach ihm die westliche Theologie die Vergebung der Sünden mit dem Tod Jesu?Für mich geht es am Kreuz nicht um die Frage, wie Gott vergibt, sondern wie ich als einer, der sich schuldig fühlt, an Gottes Vergebung glauben kann. Der Tod Jesu am Kreuz ermöglicht es mir, an die Vergebung zu glauben. Wenn ich auf Jesus sehe, der selbst seinen Mördern noch vergibt, dann darf  auch ich vertrauen, dass Gott mir meine Schuld nicht anrechnet.
A. Grün, Mit Herz und allen Sinnen, Freiburg/B. 2005, S. 131


Sa Jürgen Moltmann (*1926) Theologieprofessor (ev) in Tübingen
Der gekreuzigte Gott... ist in der Verlassenheit eines jeden Menschen ihm nahe. Es gibt keine Einsamkeit und keine Verworfenheit, die er, in Jesu Kreuz, nicht auf sich genommen hat. Es bedarf keiner Rechtfertigungsversuche und auch keiner selbstzerstörenden Selbstanklagen, sich ihm zu nahen. Der Gottverlassene und Verworfene kann sich selbst annehmen, wo er den gekreuzigten Gott erkennt, der bei ihm ist und ihn schon angenommen hat. Hat Gott den Tod am Kreuz auf sich genommen, so hat er das ganze Leben und das wirkliche Leben, das unter Tod, Gesetz und Schuld steht, angenommen. Er ermöglicht damit die Annahme des ganzen und wirklichen Lebens und des ganzen und wirklichen Todes. Ohne Grenzen und Bedingungen wird der Mensch in das Leben und Leiden, in den Tod und die Auferstehung Gottes hineingenommen und nimmt im Glauben leibhaftig an der Fülle Gottes teil. Es gibt nichts, was ihn aus der Situation Gottes zwischen dem Schmerz des Vaters, der Liebe des Sohnes und dem Trieb des Geistes ausschließen könnte.

J. Moltmann, Der gekreuzigte Gott, 3. Aufl. 1975, S. 265

[  Stille ]


Loblied 

So Du schöner Lebensbaum des Paradieses - EG 96 in Auswahl

Mo Das Kreuz ist aufgerichtet - EG 94 in Auswahl 

Di Agios o Theos – Heiliger Herre Gott – EG 185.4

Mi Treuer Wächter Israel’ – EG 248,1-3.5

Do Jesus nimmt die Sünder an – EG 353,1.6-8

Fr Wenn meine Sünd mich kränken – EG 82 in Auswahl

Sa Ist Gott für mich, so trete – EG 351,1.3.5.6


Canticum 

Kehrvers: Lob dir Christus, König und Erlöser. (Gotteslob 175.5)

Christushymnus:  Christus Jesus, der in göttlicher Gestalt war (EG Wü 764)

oder

Leitvers:  Seid unter euch gesinnt, wie Christus Jesus auch war. 

Christushymnus - Er, der in Gottes Gestalt war (T 513 / EG.Wü 764)


Fürbitten

Sonntag

Göttliches Licht. Du erstrahlst wie die Sonne an einem klaren Morgen. Lass uns festhalten am Glauben, dass das Dunkel des Grabes Christi der Ort ist, wo wir auf das Licht warten können. Wir rufen zu dir -
R: Kyrie eleison.
Göttliche Quelle. Du sprudelst hervor wie frisches Wasser. Lass uns festhalten an der Ge-wissheit, dass wir immer und überall von deinem göttlichen Geist erfrischt und belebt werden.
R: Kyrie eleison.
Göttlicher Wille. Du erschaffst mit spielerischer Phantasie neues Leben. Lass uns festhalten an dem Vertrauen, dass du uns mit schöpferischer Kraft begabt hast, Neues zu finden und Leben zu bewahren.
R: Kyrie eleison.
Göttliche Liebe. Du beseelst Menschheit und Schöpfung. Lass uns festhalten an der Hoff-nung, dass wir in der Nähe zu dir die Kraft und Hingabe zum gerechten Tun gewinnen.
R: Kyrie eleison.

Montag

Vor dir, Gott, gestehen wir es ein: Nicht alles ist uns möglich, nicht alles nötig, nicht alles wichtig. Wir müssen lernen, uns zu entscheiden, immer von neuem. Wir brauchen deine Hilfe, guter Gott. Wir rufen -
R: Herr, erbarme dich.
Wir hoffen, du wirst uns helfen durch deinen Geist, den Geist der Besonnenheit. Wir bitten dich darum im Vertrauen auf deinen Sohn Jesus Christus. Wir rufen -
R: Herr, erbarme dich.
Wir denken an die Menschen, die keine Zeit haben für sich selbst, die sich aufreiben in ihrer Arbeit, in Unruhe und Hetze. Gib ihnen Gelegenheit zur Entspannung, zur Stille, zum Ge-spräch. Wir rufen -
R: Herr, erbarme dich. B 20

Dienstag

Beten wir für alle Menschen, die in Not sind: für die Opfer von Krieg und Naturkatastrophen; für die Hungernden; für alle, die verachtet und verfolgt werden ihrer Rasse, ihrer Gesinnung, ihrer Religion wegen - rufen wir:

Kyrie eleison

Beten wir für alle Menschen, die von Unsicherheit und Zweifeln geplagt werden: für alle, die nichts mehr vom Leben erwarten; für jene, die nicht an die Zukunft denken können, weil ihnen das Nötigste für die Gegenwart fehlt; für jene, die ihren Glauben verloren haben, weil sie immer wieder enttäuscht worden sind; für jene, die nicht mehr hoffen können und die es schwer haben mit sich selbst - rufen wir:

Kyrie eleison

Beten wir für alle, die in Gefahr sind, sich gegen ihre Mitmenschen zu verschließen und zu vereinsamen: für die Eheleute, die einander fremd geworden sind; für die Eltern, die ihre Kinder nicht mehr verstehen; für die Kinder, die ohne die Liebe ihrer Eltern aufwachsen müssen; für die jungen Leute, denen das Leben bereits nichts mehr zu sagen hat; für die alt-gewordenen Menschen, wie sie abgeschrieben und vergessen werden - rufen wir:

Kyrie eleison

Beten wir dafür, dass es Raum gebe in unserer Mitte: für die Unglücklichen und Unansehl-lichen; für die Vernachlässigten und Gemiedenen; für jede und jeden, die unser Verständnis brauchen und unsere Geduld; und dass wir alle vom Geist der Hingabe, der Barmherzigkeit und der Zuversicht erfüllt werden - rufen wir:

Kyrie eleison O

Mittwoch

Gott, unser Vater, du vertraust uns einander an als Eltern und Kinder, als Mann und Frau, als Schwestern und Brüder, als Freundinnen und Freunde. Unter deinem Segen können wir vie-les teilen: Glück und Schmerz, Lasten und Freuden, gute und böse Zeiten. Wir rufen -
R: Erneure uns durch deinen Geist.
Wir bitten dich: Vergib, was wir einander schuldig bleiben; gib uns aufs neue deinen Segen. An deiner Liebe soll sich unsere Liebe erneuern, Tag für Tag. Wir rufen -
R: Erneure uns durch deinen Geist.
Wir denken an die Menschen, die für andere besonders verantwortlich sind, als Erzieher und Lehrer, als Berater und Helfer, als Vorgesetzte und Regierende. Hilf ihnen in den Belastun-gen, denen sie ausgesetzt sind; mache sie zu Werkzeugen deines Friedens. Wir rufen -
R: Erneure uns durch deinen Geist. T 163.2

Donnerstag

Mit unserem Gebet kommen wir, Gott, zu dir. Gerufen durch die Frohe Botschaft hast du uns in Christus die Türen aufgetan zu deinem Reich. Du ziehst uns zu dir mit ewigem Erbarmen. Wir rufen dich an -
R: Stärke uns den Glauben.
Wir fragen uns, ob wir denn wert sind, dass du einkehrst in unser Leben; ob wir wohl würdig sind, die Ehre deines Namens zu verkünden; ob wir recht geschickt sind, dein Heil zu bezeu-gen. Wir rufen dich an -
 R: Stärke uns den Glauben.
Doch weil du befohlen hast, zu wirken, solange es Tag ist, so gib uns deinen Heiligen Geist, dass wir in seiner Kraft durch all unsern Dienst deiner Wahrheit den Weg bereiten. Sei du mächtig in uns. Wir rufen dich an -
R: Stärke uns den Glauben. 


Freitag

Gott, allmächtiger Vater, für unseren Weg durch das Leben hast du uns Hoffnung gegeben. Hilf uns einander zu trösten, wenn Angst nach uns greift, wenn Trauer uns lähmt. Wir rufen -
R: Kyrie eleison.
Dein Wort geleite uns durch Gefahren und Verluste, bis du aller Not ein Ende machst und uns schauen lässt, was wir glauben. Das gewähre uns durch deinen Sohn Jesus, den du auferweckt hast von den Toten zum Leben bei dir in Ewigkeit. Wir rufen -
R: Kyrie eleison.
Wir beten für alle, die trauern, die über einen Verlust weinen, die ihre Hoffnung begraben mussten; für die Menschen, die an unabänderlichen Verhältnissen, an den eigenen Schwächen leiden; für die Angeschlagenen, Verbitterten und Schwermütigen. Du wirst sie trösten; lass uns daran mitwirken. Wir rufen -
R: Kyrie eleison T 1692


Samstag

Ewiger, unser Gott, wir klagen über das Leid in der Welt. Wir fragen: Warum müssen so vie-le Menschen sinnlos leiden? Wir suchen nach Antworten, wir fragen dich. Wir rufen dich an:

R: Kyrie eleison

Gott, wir klagen über die Kriege auf der Erde. Wir denken an die vielen Menschen, die getö-tet werden; an die Frauen und Mädchen, die vergewaltigt werden; an die Kinder, die ihre El-tern verlieren. Wir bringen unsere Klagen vor dich, dass du sie hörst. Wir rufen: 

R: Kyrie eleison

Gott, wir klagen über Hasskampagnen und Folterungen. Wir verstehen nicht, wie ein Mensch andere absichtlich quälen kann. Wir klagen dir die Willkür, mit der Menschen gefangen ge-nommen werden, und die Selbstgerechtigkeit, aus der Todesurteile gefällt werden. Wir rufen:

R: Kyrie eleison

Gott, wir klagen auch über das, worunter wir selbst leiden. Wir klagen über den Schmerz in uns. Oft fehlen uns die Worte für unsere Enttäuschungen und unsere Trauer. Besonders be-wegt uns … Wir rufen:

R: Kyrie eleison

Gott, du kannst uns die Kraft schenken, Schmerzen zu ertragen, Fragen und Zweifel auszu-halten. Du kannst uns Mut schenken, vor dem Leid nicht zu fliehen. Du kannst uns Hoffnung schenken, in der wir -  trotz allem - unser Leben gerne leben. Wir rufen:

R: Kyrie eleison

Vaterunser


Segen

Die Gnade sei mit allen, die liebhaben unsern Herrn Jesus Christus, in Unvergänglichkeit.   Eph 6,24

oder

Gott ermutige uns mit der Eröffnung neuer Möglichkeiten und Perspektiven. Jesus Christus lasse uns leuchten sein Antlitz im Anblick unseres Nächsten. Gott, der Heilige Geist, schenke uns neue Gemeinschaft mit ihm und untereinander.    nach M.L King                                                                                  


Quellen und Hinweise


Soweit nicht anders angegeben sind Bibelverse wörtlich zitiert aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung – revidiert 2017, © 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

a Das Luzernar ist passend  für den Vorabend und Abend des Sonntags

Ergänzungsheft zum EG (Leipzig 2018)

E Evangelisches Gottesdienstbuch (UEK/EVELKD) Bielefeld/Leipzig 2020, 

EG Evangelisches Gesangbuch - Stammausgabe, 

EG Wü  Evangelisches Gesangbuch - Ausgabe Württemberg, 

B Badische Agende I, OKR Karlsruhe 1996, S.

O G. Oosterhuis, Ganz nah ist dein Wort, Freiburg/B. 1967

T Evangelisches Tagzeitenbuch, Göttingen 2020, Nr.

T&S   Common Worship (Church of England), Times and Seasons, London 2006