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Wochengottesdienste in der Woche nach Sexagesimä



Eröffnung: Herr, bleibe bei uns (EG Wü 781.1)


Lichtentzündung  - von einer hereingetragenen Kerze aus


Lied: Herr, für dein Wort sei hoch gepreist  (EG 196,1.5.6)


[ Benediktion über dem Licht (a)

Der Herr sei mit euch                             G: und mit deinem Geist

Lasst uns danksagen und Gott preisen   G: Das ist würdig und recht.

Gepriesen seist du, Gott, ewige Güte, /

Grund alles Lebens, König der Welt, /

+ du, ohne Anfang und ohne Ende.

Durch Christus hast du das All geschaffen und bewahrst es; /

den Tag hast du uns gegeben für die Werke des Lichts /

+ und die Nacht zur Erfrischung von Seele und Leib.

Voll Liebe bist du, Gott, Ursprung alles Guten; /

+ nimm unser Abendlob in Gnaden an.

Wie du uns durch die Woche und diesen Tag geführt /

und zum Beginn des Abends gebracht hast, /

+ so bewahre uns auch jetzt in Christus.

Gewähre uns abendlichen Frieden,  /

eine ruhige Nacht, in dir geborgen, /

+ und am Ende geleite uns zum ewigen Leben.

Dir bringen wir durch Christus im Heiligen Geist /

alle Ehre, Verherrlichung und Anbetung /

+ jetzt und auf immer und ewig. (T 190.1). ]


Psalmgebet

So Spruch  Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht. 

Psalm 119 B - HERR, dein Wort bleibt ewiglich (€ 100 // 78 T403)

Mo Psalm 100 Jauchzet dem HERRN, alle Welt! (€ 85 // 44 A T 486)
Di Psalm 119 B - HERR, dein Wort bleibt ewiglich (€ 100 // 78 T403)

Mi Psalm 68  - Die Gerechten freuen sich (€ 65 // 128 T488)
Do Psalm 119 B - HERR, dein Wort bleibt ewiglich (€ 100 // 78 T403)

Fr Psalm 32 - Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind (€ 47 // 7 T 490)
Sa Psalm 119 B - HERR, dein Wort bleibt ewiglich (€ 100 // 78 T403)


Lesung

So Jesaja 55,(6-7)8-12a - Mein Wort wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, 

Hebr 4,12.13 - Das Wort Gottes ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert 

         Luk 8,4-8(°9-15°) anderes fiel auf das gute Land; und trug hundertfach Frucht 

Mo 5.Mose 32,44-47 - es ist nicht ein leeres Wort an euch, sondern es ist euer Leben 

Di Am 8,(4-10)11.12 - einen Hunger ins Land schicken nach dem Wort des HERRN 

Mi Luk 6,43-49 -  gleich Menschen, der ein Haus baute und legte den Grund auf Fels 

Do 1.Thess 1,2-10 - ihr habt das Wort aufgenommen in großer Bedrängnis mit Freuden 

Fr 2.Tim 3,(10-13)14-17 - alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre...

Sa Mat 13,31-35: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn 


Antwortgesang:  Ich suche dich, Herr, von ganzem Herzen (EG Wü 780.5 )


Betrachtung 

So Albertus Magnus (1205-1280), Theologe in Paris und Köln
 
Gebet: Herr Jesus Christus, du hast den Samen deines Wortes ausgesät in meinen Geist, in jedem guten Gedanken, in meinem Willen zu jedem guten Werk. - Lass mich ausziehen aus meinem alten Leben, damit der Same deines Wortes nicht von den Vögeln eitler Gedanken aufgefressen werde, damit er nicht zertreten werde auf dem flüchtigen Weg, damit er nicht vertrockne auf dem harten Felsgestein und nicht ersticke in den Dornen der Kümmernisse. - Gib mir ein mildes Herz voll Demut und Fröhlichkeit, dass ich gutes und bestes Erdreich werde und Frucht bringe in Geduld.

Albertus Magnus in: J. Dirnbeck, Laienbrevier Bd.2, Düsseldorf 1990, S.212
 

Mo Huub Oosterhuis (*1933) Theologe und Dichter in den Niederlanden 

Selig der Mann 

Nicht als Orkan oder Flut, / nicht wie die Axt an der Wurzel / nicht als Geschoss hat das Wort / Gottes die Herzen berührt. //
Sondern, als Schimmer der Sonne, / grünendes Reis in der Kälte, / durstigem Boden entsprungen, / so ist das Königreich Gottes. // 

Wort, das die Stille durchbricht, / Stimme des Knechts in der Welt, / Name aus Ohnmacht und Spott, / Fremdling verschwiegener Herkunft. //
Kinder, Arme im Geiste, / Menschen zum Frieden geläutert, / hören im Herzen das Wort, / tragen den Namen im Fleisch. // 

Blinde erkennen die Hand, / Taube begreifen das Wort, / selig, der Mann der glaubt , / selig am Brunnen der Baum. //
Nicht im vergessenen Grab / oder im Tempel der Träume, / sondern in unserer Mitte / lebt er im Schatten der Hoffnung. // 

Hier im sterbenden Dasein / können wir glauben an ihn, / werden wir Menschen aus Gott, / Liebe auf Leben und Tod.
H. Oosterhuis in: G. Heinz-Mohr, Plädoyer für den Hymnus, Kassel 1981, S. 285
 

Di Ephrem der Syrer (um 306-373) Schriftsteller und Kirchenlehrer Der Acker gewährt für eine Zeit die Ernte und der Weinberg gewährt nur für eine Zeit die Weinlese, aber die Heilige Schrift sprudelt, sooft sie gelesen wird, belebende Lehre. Ist der Acker abgeerntet, so hört er auf zu tragen; ist der Weinberg abgeherbstet, so wird er unfähig, im gleichen Jahr nochmals Früchte zu geben; von der Heiligen Schrift aber kann man täglich ernten, ohne dass die Ähren in ihr für die Auslegen abnehmen, und täglich kann man in ihr Weinlese halten, ohne dass die Trauben der in ihr hinterlegten Hoffnung ausgehen. - Nähren wir uns also von diesem Acker und genießen wir von dem Ertrag seiner lebenssspenden Furchen. Ernten wir von ihren Ähren das Leben, nämlich die Worte unseres Herrn Jesus Christus.
Ephrem in: R. Schnittler, Vom Geheimnis leben, 1991, S. 49 


Mi Kurt Dohm (*1947) Pfarrer in Bremen
Der unkluge Mann lässt es beim Hören und Vertrauen bewenden. Er tut nichts weiter. Er freut sich über sein schönes Haus, über die Sonne und jeden guten Tag. Aber wenn es schlimm kommt, genügt das nicht. Der kluge Mann besitzt das gleiche Hören und Vertrauen. Aber er nimmt die Welt um sich herum wahr und handelt entsprechend: Er übt Barmherzig-keit, er stiftet Frieden, er übt Lie- be, er dient dem einen Herrn und überlässt Gott das Gericht über andere. Die Worte Jesu sind ihm keine frommen Wandsprüche, sondern Richtschnur für das eigene Leben. So kann er auch dann bestehen, wenn es schlimm kommt. Der Mann wird klug genannt, nachdenkend und vorausschauend also und weise. Überzeugung und Handeln müssen übereinstimmen. Geistesarbeit und Herzensarbeit und Handarbeit sind gleichermaßen nötig wie Glauben und Vertrauen, wie Gottesliebe und Menschenliebe. So wird ein Funda-ment des Lebens gelegt, das hält. ... Ich kann versuchen, ein gutes Fundament für das Haus meines Lebens zu legen, indem ich nicht nur auf die Fassade achte sondern auch auf den Boden und auf anständige Grundsteine. Ich muss wissen, wo in wessen Nähe ich mich ansiedeln will. Ich kann auf die Worte Jesu hören. Ich kann meinen Kopf gebrauchen und mein Herz mitreden lassen, um so danach zu leben und zu handeln. So hat das Haus meines Lebens Bestand und ich darf mich darin wohlfühlen. So kann es ein Schutz und Zuhause für viele sein. Und wenn Christus selbst der Eck- und Grundstein meines Lebenshauses ist, kann ich dar- in ohne furcht wohnen. Es wird nicht einfallen.
Dohm in: Gottesdienstpraxis, III. Reihe, Bd. 3, Gütersloh 1999, S. 150
 

Do Michael Trowitzsch (*1945) Theologieprofessor (ev) in Jena 

Glauben bedeutet Normalisierung. Wir können uns dem wirklichen, mal gelungenen, mal schäbigen Leben zuwenden: das vergängliche, unscheinbare Glück nicht verachten, schon die Ahnung und den Hauch der Liebe wahrnehmen und würdigen... Wir können an unsere Arbeit gehen und von ihr ausruhen, jung sein und alt werden, uns freuen und traurig sein, mit uns selbst einig und auch einmal mit uns selbst zerfallen sein, lieben und auch einmal kräftig verabscheuen. Das alles nicht in absoluter Reinheit, sondern wohl immer einmal wieder mit beträchtlichen Schmutzeffekten... Aber das alle ... nicht in Auflehnung gegen unsere Gren-zen, sondern im Einverständnis damit: in der Einwilligung, hier und jetzt als der Mensch zu leben, gewiss nicht ohne Sorgen und tiefe Ängste... als ein Mensch, der getauft ist, dem das Evangelium zugesagt wurde, dem beim Abendmahl seine Schuld für immer vergeben worden ist (und nun soll er auch nicht darauf zurückkommen), der gesegnet worden ist in zahlreichen Gottesdiensten: mit den Worten, dass der Herr über ihm sein Angesicht leuchten lässt, ihm gnädig ist, sein Angesicht auf ihn erhebt und ihm Frieden verleiht.
M. Trowitzsch, Die bunte Gnade Gottes, München 1988, S. 119f

Fr Protestantische Karo-Batak Kirche (Indonesien - 1979): 

Artikel 1(ihres Bekenntnisses) – Die Bibel 

Die Bibel ist das Wort Gottes, welches im Alten und Neuen Testament aufgeschrieben ist; deshalb ist die Bibel die Grundlage des Lebens der Kirche und der Christen. - Die Mitte des biblischen Zeugnisses ist Jesus Christus, der Herr und Erlöser der Menschheit (Mt1,21; Joh 1,1-14; 3,16; 14,16) - Weil die Bibel das Wort Gottes ist, darum ist sie die Grundlage der Lehre, Ermahnung und Lebensführung der Christen (2.Tim 3,16). - Die Bibel muss als Gan-zes verstanden werden; deshalb soll niemand einen Teil der Bibel herausgelöst von anderen interpretieren (Mt 5,17-20). - Nur mit Hilfe der Kraft des Heiligen Geistes können Menschen das Wort des Herrn verstehen und erfassen (Röm 8,17; 1 Kor 2,10 f; 1 Joh 4,1). Das Ver-ständnis des Wortes Gottes wird im täglichen Leben Frucht hervorbringen (Gal 5,21; Jak 2,14-16). 

in: Plasger / Freudenberg, Reformierte Bekenntnisse, Göttingen 2005, S. 261
 

Sa Lothar Zenetti (1926-2019), Priester (kath) in Frankfurt / M.
Du Wasser aus den Brunnen, das Brot / ein Bauer, der sät, eine Hochzeit / das Senfkorn, der Feigenbaum, der Weinstock, / das Lamm, eine verlorene Münze, / ein wenig Hefe, ein Maß Mehl, / ein Netz voller Fische, o Jesus - //

Mehr brauchte es nicht damals, / und die einfachen Menschen / haben die Wahrheit verstan-den, / die in den Dingen liegt und darunter. //
O Jesus, Herr des 20. Jahrhunderts, / sprich dein Wort, deine Wahrheit, / heute so einfach und unwiderstehlich / wie damals, dass Menschen von heute, / dass Menschen wie wir es ver-stehn. //
L. Zenetti, Sieben Farben hat das Licht, München 1981, S.58

[  Stille ]


Loblied 

So Gott hat das erste Wort – EG 199,1-5 

 

Mo Stimme, die Stein zerbricht – EG.E 21

Di Herr, für dein Wort sei hochgepreist - EG 196 in Auswahl 

Mi Herr, öffne mir die Herzenstür – EG 197,1-3 

Do O Gott, du höchster Gnadenhort – EG 194,1-3
Fr Erhalt uns Herr, bei deinem Wort – EG 193,1-3 

Sa Herr, dein Wort, die edle Gabe – EG 198,1.2

Canticum (Lobgesang der Maria)

Leitvers: Christus, unsern Heiland, ewigen Gott, Marien Sohn, preisen wir in Ewigkeit.

Magnificat: Meine Seele erhebt den Herren (EG Wü 781.6)


Fürbitten

Sonntag

Beten wir mit Dank an diesem Tag, da Gott das Licht erschuf, da Christus von den Toten auferstand und der Heilige Geist ausgegossen wurde auf die Kirche. Rufen wir zum dreiei-nigen Gott -
R: Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Für die Fülle deiner Schöpfungsgaben danken wir dir; lass sie uns recht gebrauchen. - Dein Geist gebe uns die Weisheit, Gut und Böses zu unterscheiden.
 R: Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Lass deine Christenheit zum Anfang der neuen Schöpfung werden. – Erneure alle Gemeinden und erhalte sie in der Wahrheit.
R: Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Erwecke in der Kirche Frauen und Männer, die in ihr dienen und verkündigen, sie leiten und zur Einheit weisen. - Führe immer mehr Menschen zu deinem Lob und zur Freude an deinem heiligen Mahl.
R: Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Lass uns all das Gute erkennen, das der Geist in der weiten Welt wirkt. - Lass die Kraft der Auferstehung alle Sorgen des Alltags und die Not der Verzweiflung überwinden.
R: Dir sei Ehre in Ewigkeit. T 172.4


Montag

Beten wir zu Gott, der uns Menschen berufen hat, damit wir einander helfen. dass er uns belebt und stärkt, darum rufen wir ihn an -
R: Gott zeige dein Erbarmen.
In der Taufe hast du uns deinen Geist geschenkt, lass seine Liebe unser Tun be- stimmen. - Bewahre uns in dieser Woche in deinem Frieden und behüte uns vor Irrtum und Ungerech-tigkeit.
R: Gott zeige dein Erbarmen.
Lass uns in allen, die uns begegnen, dein Ebenbild erkennen. - Lehre uns, die Lasten Anderer mitzutragen und ihre Eigenarten gelten zu lassen.
R: Gott zeige dein Erbarmen.
Schenke uns deinen Geist, der uns gütig, geduldig und freundlich macht. - Lass die Arbeit, die wir im Schweiß unseres Angesichts tun, nicht erfolglos sein.
R: Gott zeige dein Erbarmen.
Erhalte in uns die Bereitschaft zu Hingabe und Verzicht.- Mach uns, trotz allen Zwängen der Tage, zu freien Menschen.
R: Gott zeige dein Erbarmen. T 173.4
 

Dienstag

Du Gott der Ewigkeit. Mit der ganzen Schöpfung freuen wir uns über Jesu Kommen. Er ist der helle Morgenstern, der die Zukunft kündet, und das Licht über denen, die im finstern Land wohnten; in diesem Licht sehen wir, wie freigebig du uns mit deinem Segen über-schüttest. Wir rufen dich an -
R: Kyrie eleison.
Besonders danken wir dir (heute)
o für alle, die wir lieben und die uns liebhaben,
o für die Freiheit, dich anzubeten und ungehindert dir dienen zu können,
o für Vergebung und Heilung, die uns neue Anfänge ermöglichen,
o für die Kostbarkeit jedes menschlichen Lebens,
o für die Einfalt der Kinder und die Weisheit der Alten.
Wir rufen dich an -
R: Kyrie eleison.
Du Gott, reich an Gnade. Du vertreibst die Düsterkeit, die uns das Leben trübt. Entzünde in unseren Herzen eine Flamme, dass unsere Liebe so warm und herzlich sei wie deine Liebe, die Jesus zu uns in die Fremde gehen ließ. Wir rufen dich an -
R: Kyrie eleison.
Besonders bitten wir (heute)
o für Menschen, die einander Verlässlichkeit geben,
o für große und kleine Familien, Eltern und Kinder,
o für Alleinlebende,
o für Ausgestoßene, Aufgegebene und Ausgenutzte,
o für Heimatlose und Flüchtlinge,
o für Belastete und Verzweifelte,
o für alle, die Schwachen beistehen und Hilflose verteidigen,
o für die Kirche als Heimat für alle deine Kinder.
Wir rufen dich an –  DP 298
R: Kyrie eleison.

Mittwoch

Gott, dir in die Hände und an dein Herz legen wir unsere Welt, diese Stadt, alles, was uns bewegt, unsere Vorhaben und unser Tun. Wir rufen dich an: 

R: Kyrie eleison. 

Wir sagen dir Dank für alle in der Geschichte der Christenheit und unseres eigenen Lebens, die uns dein Wort vernehmbar gemacht, uns mit ihrem Beispiel überzeugt und uns geleitet haben auf dem Weg zum eigenen Glauben. Wir rufen dich an: 

R: Kyrie eleison.
Wir bitten dich, hilf uns, dass wir unserer Welt, dieser Stadt und allen, denen wir begegnen, glaubwürdig bezeugen, was du in deiner Frohen Botschaft sagen willst. Wir rufen dich an: 

R: Kyrie eleison. 

Wir denken vor dir an unsere Freunde und an die, die uns zu tragen geben; an die, mit denen wir uns freuen können, und an die, um die wir uns sorgen; an alle, die uns aufgetragen sind und an alle, die uns um unsere Fürbitte gebeten haben.Wir rufen dich an: 

R: Kyrie eleison. M 47
 

Donnerstag 

Ewiger, du unser Gott, groß sind deine Wunder, heilig sind deine Ordnungen, tief sind deine Geheimnisse. Dich rufen wir an -
R: Stärke uns den Glauben.
Wir leben von deiner Gnade. Sende uns in die Welt, erleuchtet mit deiner Wahrheit, getragen von deiner Barmherzigkeit, gebunden in deinen Willen, gestärkt durch deine Verheißung. Dich rufen wir an -
R: Stärke uns den Glauben.
Segne alle Arbeit der Liebe, alle Werke der Barmherzigkeit. Segne alle, die in dir verbunden sind. Segne deine Kirche und lass sie zum Segen werden unter den Völkern. Dich rufen wir an -
R: Stärke uns den Glauben.
Du baust dein Reich unter uns. Du baust dein Reich in aller Welt. Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben. Dich rufen wir an -
R: Stärke uns den Glauben. GT 76

Freitag

Zu Christus, der gestorben ist, um uns von der Macht des Bösen zu erlösen, zu ihm, der bis zuletzt Trauernde getröstet hat - rufen wir -
R: Herr, erbarme dich.
Du hast den bitteren Tod am Kreuz auf dich genommen. Gedenke unser in deinem Reich. - Wende unser Geschick, die wir durch unsere Eigensucht von Gott getrennt sind, und öffne uns die Tür zum Vater.
R: Herr, erbarme dich.
Wo wir zu versagen drohen, sieh uns an, dass wir dich nicht verleugnen. - Wer ein Kreuz zu tragen hat, lass erkennen, dass es zum Heile dient.
R: Herr, erbarme dich.
Wandle das Weinen der Niedergeschlagenen in Zuversicht; gib den Leidenden Geduld und Kraft. - Höre das Seufzen der Sterbenden, sei bei ihnen in ihrer letzten Stunde, dass sie ihren Geist in Gottes Hand befehlen.
R: Herr, erbarme dich. T 174.4

Samstag

In der Hoffnung, dass du, Gott, alles Stückwerk vollenden und als gnädiger Richter uns die Gerechtigkeit schenken wirst, rufen wir zu dir:
R: Dein Reich komme.
Lass uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe, die du in unser Herz gelegt hast, nicht verlieren. - Schütze deine Kirche vor den Angriffen des Bösen, lass sie sich ausrichten auf den Tag der Vollendung.
R: Dein Reich komme.
Erfülle die Schöpfung mit deinem Segen. Erhalte den Völkern Gerechtigkeit und Frieden. - Sei mit deinem Geist bei den Regierenden, dass sie der Gewalt und dem Verbrechen wehren können.
R: Dein Reich komme.
Mögen unsere Namen geschrieben sein im Buch des Lebens, wie du es mit unserer Taufe verheißen hast. - Gib, dass wir das Ziel unseres Lebens erreichen und teilhaben am himm-lischen Hochzeitsmahl.
R: Dein Reich komme. T 178.4

Vaterunser


Segen

Die Gnade sei mit allen, die liebhaben unsern Herrn Jesus Christus, in Unvergänglichkeit.   Eph 6,24

oder

Führe uns vom Tod zum Leben, vom Irrtum zur Wahrheit. Führe uns vom Zweifel zur Hoff-nung, von der Angst zum Vertrauen Führe uns vom Hass zur Liebe, vom Krieg zum Frieden. Lass Frieden erfüllen unser Herz, unsre Welt und das All.  T 240.4


Quellen und Hinweise


Soweit nicht anders angegeben sind Bibelverse wörtlich zitiert aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung – revidiert 2017, © 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

a Das Luzernar ist passend  für den Vorabend und Abend des Sonntags

Ergänzungsheft zum EG (Leipzig 2018)

E Evangelisches Gottesdienstbuch (UEK/EVELKD) Bielefeld/Leipzig 2020, 

EG Evangelisches Gesangbuch - Stammausgabe, 

EG Wü  Evangelisches Gesangbuch - Ausgabe Württemberg, 

ES Hofhansel/Naglatzki, Evangelisches Stundengebet, Hannover 1995, S.

DP Daily Prayer (Presbyterian Church) Philadelphia 1987

GT Ameln / Ritter / Thomas (Hg) , Gebet der Tageszeiten, Kassel 1924, S.

M M. Meyer, Nachdenkliche Gebete,.. Göttingen 198, S.

T Evangelisches Tagzeitenbuch, Göttingen 2020, Nr.

T&S   Common Worship (Church of England) Times and Seasons, London 2006