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Wochengottesdienste in der 2. Woche nach Epiphanias


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Eröffnung: Herr, bleibe bei uns (EG Wü 781.1)


Lichtentzündung  


Lied:  Gottes Sohn ist kommen (EG 5)


[ Benediktion über dem Licht (a)

Der Herr sei mit euch                             G: und mit deinem Geist

Lasst uns danksagen und Gott preisen   G: Das ist würdig und recht.

Gepriesen seist du, Gott, ewige Güte, /
Grund alles Lebens, König der Welt, /
+  du unsere Zuversicht, du Hoffnung Davids.
Du hast uns erfreut, ja unsere Freude groß gemacht; /
denn du hast die Rettung gesandt: /
+  Christus, das Kind des Friedens aus ewigem Rat.
Geboren von Maria in Davids Stadt, /
verkündet den Armen in der Nacht, /
geglaubt bis an die Enden der Erde /
+  ist er erschienen als unbesiegbare Sonne deiner Gerechtigkeit.
So überwindet und zerstört er unsre Finsternis /
+  und bestärkt uns in der Freiheit deiner Kinder.
Alle Ehre gebührt dir, Gott, in der Höhe /
+  durch ihn, Christus, den Sohn deiner Gnade.
Sei gepriesen in der Liebe seines Geistes /
+  an diesem Abend, wie für immer und ewig. R: Amen. (T 190.9)  . ]


Psalmgebet

So Spruch  Joh 1,16  Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Psalm
105 - Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen (€ 90 / T 459)

Mo Psalm 119 A - Wohl denen, die ohne Tadel leben (€ 99 // 21 T 451)

Di Psalm  105 - Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen (€ 90 / T 459)

Mi Psalm 19 B - Das Gesetz des HERRN ist vollkommen (€ 37 // 149 T 453)

Do Psalm 105 - Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen (€ 90 / T 459)

Fr Psalm 107 A  - Danket dem HERRN; denn er ist freundlich (€ 91 // 20 T 455)

Sa Psalm 105 - Danket dem HERRN und rufet an seinen Namen (€ 90 / T 459)


Lesung

So 2.Mose 33, 18-23 - Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, 

       1. Kor 2, 1-10 - nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten                                             Joh 2, 1-11 - nachdem er den Wein kostete, der Wasser gewesen war

Mo 5. Mose 5, 1-7 (8-21) - Höre, Israel, die Gebote und Rechte

Di Mark 2, 23-28  - Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht 

Mi Röm 9,31 - 10,8 - Christus des Gesetzes Ende, zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt. 

Do Apg 15, 22-31- es gefällt dem Heiligen Geist und uns, keine weitere Last aufzu- erlegen 

Fr Gal 5, 1-6 - Zur Freiheit hat uns Christus befreit 

Sa 5. Mose 33,1-4 (7.12-16)  sich setzen zu deinen Füßen und lernen von deinen Worten 


Antwortgesang:  Ich suche dich, Herr, von ganzem Herzen (EG Wü 780.5 )


Betrachtung 

So Karl Rahner (1904-1980), Jesuit, Theologieprofessor (kath) in Innsbruck
Jesus liebt den Menschen. Er, der selbst Mensch ist. Er liebt ihn, seine Erde und seine Freude, die Blume des Weines und das unbeschwerte Lachen aus einem kindlichen Herzen ... (auf der Hochzeit zu Kana) Es ist der Anfang Seiner Zeichen. Er wird aus diesem Anfang ein Ende, die Vollendung machen. Er wird die Erde mit seinem Blut tränken in der Wirklichkeit des Kreuzes und unter dem Zeichen des Weines ...Er wird das Wasser der Bitterkeit in den Wein der ewigen Freude verwandeln. Er wird die Erde, den Leib der Menschen bewahren. Verklärt werden sie, nicht abgeschafft. Wenn der Glanz Seiner Gottheit am Ende durchbrechen wird, dann wird die Erde und der Leib unter diesem brennenden Glanz nicht vergehen, sondern erst recht bestätigt wer-den. Für immer und ewig.

Mo Martin Stöhr (* 1932), Theologe (ev.) und Professor in Siegen 

Die biblischen Gebote... vermitteln Erfahrungen, mit denen jeder neue Erfahrungen machen kann: z.B. die Erfahrung der Befreiung. Gott ermutigt ein Sklavenvolk in Ägypten, Ketten abzuschütteln. Deshalb soll dieses Volk keinen anderen Göttern die-nen, deshalb keine anderen Völker zu Sklaven machen oder als Fremde behandeln, deshalb nicht dem Gesetz der totalen Leistung folgen, sondern Ruhetage haben. Wer Widerstand und Sieg gegenüber dem Tod und seiner elendigen Verwandtschaft bei Jesus erlebt hat, der arbeitet in diesem Sinn weiter. - Die ausformulierten Gebote, die jede Zeit neu zu begreifen hat, erinnern an Erfahrungen, die Menschen machen: Men-schen sind liebesfähig, sind fähig, geliebt zu werden von Gott und anderen Menschen, und sind fähig, Gott und andere Menschen zu lieben. Solche Grunderfahrungen, auch in Geboten überliefert, sind keine Naturgesetze. - Selbstbehauptung und Egoismus, Versklavung unter ein ÜberIch, Auslieferung an Triebe sind das Natürliche. Die Ge-bote sind als Lebenserfahrung von Älteren für Jüngere, aus der Vergangenheit für die Zukunft nötig, soll die Menschheit überleben. 

in: H. Nitschke, Worte zum Tage, Gütersloh 1973, 18.1. 


Di Stefanie Stock, Pfarrerin (ev.) an der Universitätskirche Erlangen 

Jesus diskutiert mit seinen Gegnern ... innerbiblisch und erzählt eine alte Geschichte nach, in der David ganz menschlich handelte, wodurch er das Gesetz übertrat... Da stellt sich die Frage nach dem richtigen Umgang mit Gottes Gesetz. Luther ... sprach vom doppelten Gebrauch des Gesetzes: Der erste ist der, der dafür sorgt, dass das nor-male Leben klappt. Beispielsweise ... das Gebot: „Du sollst nicht töten.“ Hält sich einer nicht daran, dann klappt das normale Leben für einen schon mal nicht mehr. Der zweite Gebrauch des Gesetzes sei der wichtigste: Es gibt so viele Gebote, die uns Got-tes Willen zeigen. Sie zeigen aber gleichzeitig, wo wir Gottes Willen eben nicht tun, wo wir Sünde tun und Vergebung bedürfen. Der Haupt-Job des Gesetzes ist es auf das Evangelium hinzuweisen. Dass wir einander am Leben lassen, dafür soll Gottes Ge-setz quasi nebenberuflich sorgen. Jesus Christus mit seinem Leben, Sterben und Auf-erstehen ist das Ziel des Gesetzes, das Ziel und Ende aller Gebote. Doch alle Gebote wollen etwas. Das Sabbatgebot auch: nämlich Freiheit von Arbeit. Und an diesem Beispiel macht Jesus eine Relation auf: Er sagt: Der Sabbat ist um des Menschen wil-len gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. Wenn wir das breiter auf-ziehen, können wir sagen: Es geht um den Menschen. Alles was wir mit Gesetzen, Geboten, Regelungen usw. machen: Bei allem sollte es uns immer um den Menschen gehen.


Mi Martin Luther (1483-1546) Reformator in Wittenberg
Ich liebte den gerechten und die Sünder strafenden Gott nicht. Ja, ich hasste ihn, denn ich fühlte mich, so sehr ich auch immer als untadeliger Mönch lebte, vor Gott als Sün-der mit einem ganz und gar ruhelosen Gewissen und konnte das Vertrauen nicht auf-bringen, er sei durch meine Genugtuung versöhnt... Nicht genug damit, dass die elen-den und ewig verlorenen Sünder infolge der Erbsünde mit Unheil aller Art durch das Gesetz der Zehn Gebote bedrückt werden – nein Gott will auch noch durch das Evan-gelium... uns seine Gerechtigkeit drohend entgegenhalten. So raste ich mit wütendem und verstörtem Gewissen, und doch schlug ich mich an jener Stelle rücksichtslos mit Paulus herum, da ich glühend danach lechzte, zu wissen, was St. Paulus wollte. So-lange bis ich endlich unter Gottes Erbarmen, Tage und Nächte lang nachdenkend, meine Aufmerksamkeit auf den Zusammenhang der Worte richtete, nämlich: „Die Gerechtigkeit Gottes wird darin offenbar, wie geschrieben steht: Der Gerechte lebt aus Glauben“ – da begann ich die Gerechtigkeit Gottes verstehen zu lernen als die Ge-rechtigkeit, in der der Gerechte durch Gottes Geschenk lebt, und zwar aus dem Glau-ben, und ich fing an zu verstehen, dass dies die Meinung ist, es werde durchs Evan-gelium die Gerechtigkeit Gottes offenbart, nämlich die passive, durch welche uns der barmherzige Gott gerecht macht durch den Glauben, wie geschrieben steht: „Der Ge-rechte lebt aus dem Glauben.“ Hier fühlte ich mich völlig neugeboren und als wäre ich durch die geöffneten Pforten ins Paradies selbst eingetreten. Da zeigte mir sogleich die ganze Heilige Schrift ein anderes Gesicht.
Luthers „Turmerlebnis“ vgl. Luther lesen, (VELKD), Göttingen 2017. S. 19

Do Ulrich Wilkens (* 1928) Theologieprofessor (ev) in Göttingen, Bischof in Lübeck
Diese vier Enthaltungsforderungen werden mehrfach erwähnt. – An allen drei Stellen fehlt in einer Gruppe von Handschriften die Erwähnung des „nicht ausgebluteten Fleisches“. Damit verändert sich zugleich der Sinn der übrigen drei Verbote: Es geht dort darum, sich von Götzendienst, Unzucht und Mord („Blutvergießen“ statt „Blut-genuss“) fernzuhalten – das sind die drei „Todsünden“, die in der Alten Kirche seit der Mitte des 2. Jahrhunderts Grund zur Ausstoßung aus der Gemeinde waren. An dieser Textänderung zeigt sich, wie spätere Abschreiber den rituellen Sinn der vier Verbote nicht mehr verstanden und den Wortlaut der drei Stellen in sittlichem Sinn aufgefasst haben. 

U. Wilkens, Das Neue Testament, Hamburg 1970, S. 448

Fr Eberhard Jüngel (* 1934), Theologieprofessor (ev.) in Tübingen
Die Freiheit hat ihren Ursprung in der Wahrheit. Was nicht wahr ist, macht auch nicht frei. Das ist eine harte Wahrheit für alle, die das Recht der Freiheit mit groben und feinen Lügen herbeizwingen wollen oder gar mit brutaler Gewalt. Die Verführung dazu ist allerdings groß. Denn die Sehnsucht nach Freiheit lässt sich nur zu leicht missbrauchen. Gerade weil der Drang nach Freiheit uns zu tiefst bestimmt, ist er zu-höchst gefährdet, ist er bevorzugtes Objekt der Manipulation. Und da man wohl weiß, das Freiheit ohne Wahrheit nicht zu haben ist, scheint man eben auch vor der Wahr-heitsmanipulation nicht zurück. Und dann beginnen, die schlimmsten aller Lügen die Halbwahrheiten. Halbwahrheiten aber machen nicht frei, sie vermehren die Knechtschaft.
  in: W. Brinkel, Dem Leben auf der Spur, Gütersloh 1996, 11.2. 

Sa Karl Jaspers (1883-1969) Psychiater und Philosoph in Basel
Durch die Bibel geht eine Leidenschaft, die einzig wirkt, weil sie auf Gott bezogen ist... Weil sie vor diesem Gott stehen, wachsen die Menschen der Bibel, während sie sich selbst als nichtig wissen, in Übermenschliche. Diese Gottesmänner und Prophe-ten ohne Waffen sind in ihrer Seele Heroen, die sich gegen ihre Umwelt – zuweilen als einzelne gegen alle anderen – behaupten, weil sie sich als Knechte Gottes fühlen. Was in Legenden von Mose und Elias schon anschaulich, ganz wirklich in Amos, Je-sajas und Jeremias ist, das sind in der Tat Gestalten, wie Michelangelo sie sah. Das Heldentum der Bibel ist nicht der Trotz der Kraft, die auf sich sieht. Das Wagen des Unmöglichen geschieht viel- mehr im Auftrag Gottes... Aber der Gottesgedanke, der dies ermöglicht, kann leicht abgleiten vom Ursprung... Es fehlte in der Bibel, mit Aus-nahme verschwindender Ansätze, das philosophische Selbstbewusstsein. Daher die Stärke der sprechenden Existenz, der Ursprung des Offenbarwerdens von Wahrheit... Es fehlt die Herrschaft denkender Prüfung. Leidenschaft wird durch Leidenschaft kor-rigiert. Die Bibel ist das Depositum eines Jahrtausends menschlicher Grenzerfahrun-gen. Aus diesen wurde der Geist des Menschen hell, dass er Gottes und damit erst sei-ner selbst gewiss wurde.
in: K. Ihlenfeld (Hg), Te Deum heute, Witten und Berlin 1965, S. 51 f 


[  Stille ]


Loblied 

So EG 398,1.2  -In dir ist Freude   

Mo EG 295,1-4  -Wohl denen, die da wandeln 

Di EG 277,1-5 - Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist  

Mi EG 342,1-5 - Es ist das Heil uns kommen her  

Do EG 440,1-4 - All Morgen ist ganz frisch und neu 

Fr EG 356,1.2 - Es ist in keinem andern Heil
Sa EG 409 in Auswahl - Gott liebt diese Welt  


Canticum (Lobgesang der Maria)

Leitvers: Christus, unsern Heiland, ewigen Gott, Marien Sohn, preisen wir in Ewigkeit.

Magnificat: Meine Seele erhebt den Herren (EG Wü 781.6)


Fürbitten

Sonntag 

Herr Jesus Christus, du hast dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unver-gängliches Wesen ans Licht gebracht. Wir freuen uns in deiner Kraft und preisen dich, Licht vom ewigen Licht, Sonne dieser Welt und der Welt, die da kommt. Wir rufen dich an - 

R: Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Komm zu uns in deiner Liebe, dass uns Finsternis und Angst nicht schre­cken. Komm zu uns mit deiner Geborgenheit, dass wir dir folgen auf dem Weg zur Frei­heit der Kinder Gottes. Komm zu uns durch deinen Trost, dass wir zuversichtlich und dir gehorsam leben. Wir rufen dich an - R: Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Verleihe allen im Dienst deiner Kirche Mut und Weisheit, dein Wort zu ver­künden. lass sie in Treue haushalten über deine Geheimnisse. Gib deiner Gemeinde Einig­keit und Frieden. Wir rufen dich an - R: Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Bringe die Irrenden zurecht durch deiner Wahrheit. Komm den Gescheiter­ten zu Hilfe in der Botschaft deines Heils. lass uns als Glieder deiner Ge­mein­de verbun­den bleiben mit allen Heiligen. Führe uns zur Vollendung nach deiner Verheißung. Wir rufen dich an - 

R:  Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Montag

Gott, vor dir möchten wir eintreten mit unserem Schweigen und unserem Reden. Durch dich möchten wir handeln und träumen, Leid ertragen können und Schmerzen lindern. In dir möchten wir Erfüllung finden, hineinhören in deine Zusagen und uns anrühren lassen von deinen Zeichen. Dich rufen wir an - R: K yrie eleison 

Deshalb bitten wir um überzeugende Worte und sprechende Gesten, die deiner Wahrheit neuen Raum schaffen. Wir rufen - R: Kyrie eleison 

Deshalb bitten wir um tragfähige Konzepte und bestärkende Ideen, die deiner Gerechtigkeit neue Wege bahnen. Wir rufen  - R:Kyrie eleison 

G: Kyrie eleison.

Deshalb bitten wir um geöffnete Sinne und achtsame Begegnungen, die deiner Liebe neuen Atem geben. Wir rufen - R:Kyrie eleison 

G: Kyrie eleison.

Deshalb bitten wir, immer mehr vertraut zu werden mit deiner Weisheit in Jesus Christus bis wir alle zu Töchtern und Söhnen deiner Weisheit geworden sind. Wir rufen - R: Kyrie eleison 

            GDP IV/I '1999, S. 136  Dienstag

Herr, höre unser Gebet, neige dich unserem Rufen. Mächte der Finsternis bedrän­gen uns. Von allen Seiten gehen sie wider uns an.  Aber du, Herr, bist mächtig in der Höhe. Zu dir nehmen wir Zuflucht und rufen - R: Gott, steh uns bei.

Du bist unsere Burg, ein starker Schutz wider unsere Feinde. Lass unsere Seele frei hin-durchgehen und Trost haben in dir. Zu dir nehmen wir Zu­flucht und rufen - 

R: Gott, steh uns bei.

Wir bitten dich für alle, die im Kampf stehen, für alle, die streiten für deine Ehre und dein ewiges Reich, für alle, die um deines Namens willen Verfol­gung leiden. Erhalte sie in der Gewissheit, dass du den Sieg für uns errun­gen hast und dass uns nichts aus deiner Hand reißen kann. Zu dir nehmen wir Zuflucht und rufen - R: Gott, steh uns bei.

Bewahre deine ganze Christenheit, dass sie der List des Bösen nicht erliege. Zeige uns allen deine Macht, dass wir nicht verzagen, sondern den Sieg behalten. Zur dir nehmen wir Zuflucht und rufen - R: Gott, steh uns bei.

Mittwoch 

Du Gott von Verheißung und Erfüllung. Hilf uns zum Vertrauen, dass dein Geist kommt und uns in unserer Schwachheit aufhilft und unser Tun mit Kraft durchdrin­gen und unsere Bitten prägen wird. Du willst uns hören. Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison.

Mach uns einfach genug, dass wir helfen können. Mach uns stark genug, dass wir die anderen achten. Mach uns wachsam genug, dass wir eintreten für alles Ver­wund­bare. . .        Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison.

Lass unter uns deine Güte spürbar werden, auch dort, wo wir Macht haben. Ver­binde uns zu einer Gemeinschaft, die mit Worten und Taten, mit Zeichen und Lie­dern verkündet, dass du befreist und froh machst. Wir rufen dich an -R: Kyrie eleison.

Erfülle uns mit deinem Geist, der ein Lichtblick wird für die verwirrten Menschen, der Ge-borgenheit schafft für die Ängstlichen um uns her, der zur Hoffnung wird für die Sterbenden, der uns Zuversicht gibt für diese gefähr­dete Erde. Erhöre uns in Jesu Namen. Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison.

Donnerstag

Gott, Du nährst und bewahrst alles Leben. Du erhältst uns in Zeiten der Wü­ste und befreist uns aus vielerlei Abhängigkeiten. Du gibst uns das tägl­iche Brot; du nährst uns mit dem Brot des Lebens und erhebst den Kelch des Heils für uns. Wir preisen dich für deine überfließende Liebe und rufen dich an -  R: Kyrie  eleison.

Besonders danken wir (heute)

o   für die Treue unserer Freunde,

o   für die Liebe in den Familien,

o   für Wohnung und Versorgung, die uns zuteil  wird,

o   für den mit der Gemeinde gefeierten Gottesdienst,

o   für das Geheimnis des ganzen Lebens.

Dich rufen wir an -R: Kyrie eleison.

Gott, du stiftest Versöhnung. Du lädst alle ein zu deinem Fest - doch nicht alle können die Freuden des Lebens genießen. Deshalb denken wir vor dir an alle, die in Not sind. Mach uns offen für das Leiden der Menschen. Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison.

Besonders bitten wir (heute)

o   für jene, die sich unerwünscht und ungeliebt vorkommen,

o   für jene, die unter Vorurteilen zu leiden haben,

o   für die Einsamen, Vergessenen und Abgeschobenen,

o   für alle, die sich zynisch über deine Liebe lustig machen,

o   für jene, die im Dienst Christi zu leiden haben.

Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison. DP 304

Freitag

Wir danken dir, Gott: Du bist uns nachgegangen bis in die Winkel und die Abwege des Lebens. Wir danken dir für die Zeichen Deiner Nähe,  deretwegen wir aufatmen können in unserer Geschichte. Dich rufen wir an - R: Kyrie eleison

Wir bitten dich: Erbarme dich auch künftig über uns Menschen auf dieser gefährdeten Erde. Hilf uns, gerufen von deinem Sohn, mit Leib und Seele deine Barmherzigkeit und Güte zu bezeugen. Wir rufen dich an - R: Kyrie eleison 

Hilf uns, hilf allen, die die Zukunft fürchten, dass sie vertrauen. Hilf uns, hilf allen, die ge-scheitert sind, dass sie neu beginnen. Hilf uns, hilf allen, die zweifeln, dass sie nicht verzwei-feln. Wir rufen dich an- R: Kyrie eleison

Hilf uns, hilf allen, die sich verloren fühlen, dass sie ein Zuhause finden. Hilf uns, hilf allen, die hungern, dass sie auf Menschen treffen, die ihre Hände öffnen. Hilf uns, hilf allen, die keinen Sinn mehr sehen, dass sie bewahrt werden vor Resignation. Wir rufen dich an- 

 R: Kyrie eleison

Gott, an hellen und an dunklen Tagen lass niemanden von ihnen und von uns aus deiner Hand fallen. Führe alles Leben heim zu dir. Wir rufen dich an- R: Kyrie eleison M 33 Samstag 

Ewiger, unser Gott. Wir danken dir für die vielen Menschen zu allen Zeiten, die voller Freu-de deinen Weg des Lebens gegangen sind, für die  Heiligen und Märty­rer, Frauen und Män-ner, die ihr Leben dahingegeben haben, da­mit dein Leben in seiner Fülle aufleuchte und dein Reich sich entfalte. Dank­bar rufen wir dich an - R: Kyrie eleison.

Wir danken dir für alle, die den Weg Jesu gewählt haben; Hoffnung bewahrt inmit­ten der Angst; Liebe entzündet inmitten des Hasses; deine Macht be­zeugt inmitten der Bedrängnis; deiner Verheißung geglaubt inmitten der Verzweiflung. Zuver­sicht­lich rufen wir dich an - 

R: Kyrie eleison.

Wir danken dir für die Wahrheit, die sie erfahren und an uns weitergegeben haben. Dort, wo wir selber schenken, werden wir beschenkt. Dort, wo wir schwach wer­den, erwächst uns Kraft. Dort, wo wir andere lieben, werden wir geliebt. Dort, wo wir unser ganzes Leben ein-setzen, erblüht dein Reich. Dort, wo wir sterben, wirst du uns mit ewigem Leben beschenken. Bittend rufen wir dich an - R: Kyrie eleison.

Vaterunser


Segen

Gott, der seine Liebe zur Welt geteilt hat, bestärke uns in unserer Liebe zu den Nächsten.

Christus, der sein Leben mit uns geteilt hat, helfe uns, unsere Möglichkeiten mit anderen zu teilen. Der Heilige Geist, der uns Anteil gibt an seiner Kraft, möge in uns wohnen und uns befähigen zu unserem Dienst, jetzt und Tag um Tag bis auf ewig. 

oder   

Christus Jesus, der Sohn Gottes, der auf der Hochzeit in Kana Wasser in Wein gewan-delt hat,  möge unser Leben verwandeln und uns im Herzen froh werden lassen.

T&S 135


Quellen und Hinweise


Soweit nicht anders angegeben sind Bibelverse wörtlich zitiert aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung – revidiert 2017, © 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

<ç> entsprechend den aktuellen bzw. örtlichen Corona-Regeln 

a Das Luzernar ist passend an am Vorabend und am 2. Sonntag nach Epiphanias

Ergänzungsheft zum EG (Leipzig 2018),.

E Evangelisches Gottesdienstbuch (UEK/EVELKD) Bielefeld/Leipzig 2020, 

EG Evangelisches Gesangbuch - Stammausgabe, 

EG Wü  Evangelisches Gesangbuch - Ausgabe Württemberg, 

T Evangelisches Tagzeitenbuch, Göttingen 2020, Nr.

DP Daily Prayer (Presbyterian), Philadelphia (USA) 1987,

GDP   Gottesdienstpraxis, Bd. Gütersloh,

M M. Meyer, Nachdenkliche Gebete,.. Göttingen 1988,

R Reformierte Liturgie, Wuppertal 1999,

T&S   Common Worship (Church of England) Times and Seasons, London 2006