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Wochengottesdienste in der 1. Woche nach Epiphanias


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Eröffnung: Herr, bleibe bei uns (EG Wü 781.1)


Lichtentzündung - von einer hereingetragenen Kerze 


Lied: Du Morgenstern, du Licht vom Licht (EG 74,1-4)


[ Benediktion über dem Licht (a)

Der Herr sei mit euch                             G: und mit deinem Geist

Lasst uns danksagen und Gott preisen   G: Das ist würdig und recht.

Gepriesen seist du, Gott, ewige Güte, /
Grund alles Lebens, König der Welt, /
+  du unsere Zuversicht, du Hoffnung Davids.
Du hast uns erfreut, ja unsere Freude groß gemacht; /
denn du hast die Rettung gesandt: /
+  Christus, das Kind des Friedens aus ewigem Rat.
Geboren von Maria in Davids Stadt, /
verkündet den Armen in der Nacht, /
geglaubt bis an die Enden der Erde /
+  ist er erschienen als unbesiegbare Sonne deiner Gerechtigkeit.
So überwindet und zerstört er unsre Finsternis /
+  und bestärkt uns in der Freiheit deiner Kinder.
Alle Ehre gebührt dir, Gott, in der Höhe /
+  durch ihn, Christus, den Sohn deiner Gnade.
Sei gepriesen in der Liebe seines Geistes /
+  an diesem Abend, wie für immer und ewig. R: Amen. (T 190.9)  ]


Psalmgebet

So Spruch  Röm 8,14  - Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
Psalm 95 - Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken (€ 81 // 100 T 450)

Mo Psalm 89 - Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich (€ 77 / T 459)

Di Psalm 139 B  - HERR, du hast meine Nieren bereitet (€ 109 // 107 B T452)

Mi Psalm  89 - Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich (€ 77 / T 459)

Do Psalm 27  - Der HERR ist mein Licht und mein Heil (€ 43 // 99 T 454)

Fr Psalm 89 - Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich (€ 77 / T 459)


Sa Psalm 5 - Nach dir, HERR verlangt mich (€42 // 110 T 450)


Lesung

So Jes  42, 1-9 - Siehe, das ist mein Knecht Röm 12,1-8 - Das sei euer vernünftiger Gottesdienst Mat 3, 13-17 - als Jesus getauft war, da tat sich ihm der Himmel auf 

Mo Apg 10, 37-48 - das Wasser zur Taufe denen verwehren, die den Heiligen Geist empfangen haben  ?

Di    Luk 18, 15-17 - Lasset die Kinder zu mir kommen 

Mi Röm 8, 26-30 - Desgleichen hilft der Geist unsrer Schwachheit auf 

Do Eph 1, 3-10 - vorherbestimmt, Gottes Kinder zu sein durch Jesus Christus

Fr Luk 12,49-53 - (Jesus sprach:) Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen

Sa Mat 4, 12-17- Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Buße, 


Antwortgesang:  Fest wie der Himmel steht dein Wort - EG Wü780.6


Betrachtung 

So Henry J. Nouwen (1932-1996), Priester (kath.) und Psychologe in den Niederlanden

Jesus ist der Gesegnete, weil Gott über ihn Gutes sagt. Diesen Segen hören wir am deutlichsten, nachdem Jesus im Jordan von Johannes getauft worden war. Kaum war Jesus aus dem Wasser gestiegen, „da öffnete sich der Himmel ... und eine Stimme aus dem Himmel sprach: ‚Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden ha-be (Matthäus 3,16) Mit diesem Segen beginnt das öffentliche Wirken Jesu. Und sein ganzes Wirken ist davon bestimmt, uns wissen zu lassen, dass dieser Segen nicht ihm allein gilt, sondern allen zugesprochen wird, die auf ihn hören.
 
H.J.M. Nouwen, Leben hier und jetzt, Freiburg/B. 2000 


Mo Im Kleinen Katechismus Martin Luthers wird auf die Frage: Was ist die Taufe? geantwortet:
Die Taufe ist nicht allein schlicht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasst und mit Gottes Wort verbunden.... Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöst vom Tode und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Wor-te und Verheißung Gottes lauten... Und weiter die Frage: Wie kann Wasser solch gro-ße Dinge tun? ... Wasser tut’s freilich nicht, sondern das Wort Gottes, das mit und bei dem Wasser ist, und der Glaube, der solchem Wort Gottes im Wasser traut. Denn oh-ne Gottes Wort ist das Wasser schlicht Wasser und keine Taufe; aber mit dem Worte Gottes ist’s eine Taufe, das ist ein gnaden- reiches Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im Heiligen Geist, wie Paulus sagt zu Titus im dritten Kapitel: Gott macht uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland auf dass wir durch dessen Gnade gerechtfertigt Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das ist gewisslich wahr. M. Luther, KleinerKatechismus, in: Unser Glaube Gütersloh 1986 S. 550 f.


Di Bettina Wegner (* 1947) Liedermacherin und Lyrikerin in Berlin  - 

Kinder
Sind so kleine Hände / winzge Finger dran. / Darf man nie drauf schlagen / die zer-brechen dann. - Sind so kleine Füße / mit so kleinen Zehn. / Darf man nie drauf tre-ten / könn sie sonst nicht gehen. - Sind so kleine Ohren / scharf, und ihr erlaubt. / Darf man nie zerbrüllen / werden davon taub. - Sind so schöne Münder / sprechen alles aus. / Darf man nie verbieten / Kommt sonst nichts mehr raus. - Sind so klare Augen / die noch alles sehn. / Darf man nie verbinden / könn sie nichts verstehn. - Sind so kleine Seelen / offen und ganz frei. / Darf man niemals quälen / gehn kaputt dabei. - Ist son kleines Rückgrat / sieht man fast noch nicht. / Darf man niemals beugen / weil es sonst zerbricht. - Grade, klare Menschen / wärn ein schönes Ziel. / Leute ohne Rückgrat / haben wir schon zuviel.

in: W. Erk, Für diesen Tag und für alle Tage Deines Lebens, Stuttgart 1993, S. 124 

Mi Brigitta von Schweden (1303 - 1373) Mystikerin, Gründerin des Erlöserordens
Du sollst nicht zweifeln, dass Gottes guter Geist mit dir sei, wenn du nichts anderes willst als Gott und von ihm ganz entflammt bist. Hast du ihn, so hast du alles. Das ist die wahre Weisheit, sein ganzes Wollen und Können Gott befehlen und auch in Leiden und Trübsalen um Gottes willen Freude haben.
B.v.Schweden in: Rummelsberger Brevier (2008), Bd. I, S, 275


Do In der Leuenberger Konkordie (1973) heißt es:
Im Evangelium wird die bedingungslose Annahme des sündigen Menschen durch Gott verheißen. Wer darauf vertraut, darf des Heils gewiss sein und Gottes Erwählung preisen. Über die Erwählung kann deshalb nur im Blick auf die Berufung zum Heil in Christus gesprochen werden. - Der Glaube macht zwar die Erfahrung, dass die Heils-botschaft nicht von allen angenommen wird, er achtet jedoch das Geheimnis von Got-tes Wirken. Er bezeugt zugleich den Ernst menschlicher Entscheidung wie die Realität des universalen Heilswillens Gottes. Das Christuszeugnis der Schrift verwehrt uns, einen ewigen Ratschluss Gottes zur definitiven Verwerfung gewisser Personen oder eines Volkes anzunehmen.

Leuenberger Konkordie (1973) Kapitel III / 2


Fr Herbert Winklehner, Pater (kath.), Oblate des Franz v. Sales

So wie sich Jesus in diesem Evangelium zeigt, sind wir es eigentlich nicht gewohnt. Das ist nicht der Jesus, den wir kennen, der barmherzige, liebende Jesus, der sich den Sündern zuwendet, das Verlorene sucht und sich kreuzigen lässt, damit die Menschen gerettet werden. Hier nun sagt er plötzlich: Ich will Feuer auf die Erde werfen und wä-re froh, es würde schon brennen. Nicht den Frieden bringe ich, sondern die Spaltung 

 .... Doch Feuer und Spaltung haben nichts mit den kriegerischen Auseinandersetzun-gen zwischen Nationen und Völkern zu tun. Es geht vielmehr um unseren inneren Kampf, der sich in unseren Herzen abspielt. Feuer war zur Zeit Jesu das Symbol der Reinigung. Das macht auch der Hinweis auf die Taufe deutlich. Wenn Jesus Feuer auf die Erde bringt, dann möchte er, dass die Menschen endlich begreifen, worum es wirklich geht, nämlich um die Liebe – die Liebe zu Gott, die Liebe zum Nächsten und die Liebe zu sich selbst. Dieses Feuer der Liebe möchte Jesus endlich wieder zum Brennen bringen... Ähnliches gilt für das Schwert und die Spaltung. Das Schwert war das Symbol für die Entscheidung. Jesus fordert also zu einer Entscheidung heraus ... Diese Entscheidung wird von uns verlangt – und diese Entscheidung hat Konsequen-zen. Es kann sein, dass wir deshalb verspottet, ausgelacht und gedemütigt werden, es kann Mobbing bedeuten oder sogar den Verlust des Arbeitsplatzes, den Verlust der eigenen Familie bis hin zum Verlust des Lebens. 


Sa Joachim Garstecki (* 1942) Theologe (kath) in Magdeburg
Die Kirche hat die Umkehr-Forderung immer gepredigt – und sich immer schwer ge-tan, sie in ihrem Zeit-Bezug zu hören. Ihr fortschreitende Vergesellschaftung im Wan-del der Reiche hat es ihr oft unmöglich gemacht, Zeichen der Umkehr zu sein. Denn das hätte ja bedeutet, selber umzukehren: aus den Gefangenschaften des Besitzes und der Macht in die Freiheit der Armut und Machtlosigkeit, aus den Bindungen bürgerli-cher Privilegiertheit in die Verfügbarkeit eines Daseins für alle. Das Dilemma der fast zweitausend Jahres alten christlichen Umkehr-Predigt: sie hat Patina angesetzt, ist längst Bestandteil des kirchlichen Inventars geworden, dessen unbequemen Ecken und Kanten der Zahn der Zeit abgeschliffen hat. So verliert sie ihren Stachel. Trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die hellhörig werden und sich auf das Risiko der Umkehr einlassen. Von ihnen lebt die Kirche, durch sie bleibt sie – gegen man-cherlei Widerstand – eine Umkehr-Bewegung.

J. Garstecki, Zeitansage Umkehr, Stuttgart 1990 


[  Stille ]


Loblied 

So EG 441 - Du höchstes Licht, ewiger Schein 

Mo EG 131,1-4(5.6) - O Heiliger Geist, o heiliger Gott  

Di EG 203 in Auswahl - Ach, lieber Herre Jesu Christ 

Mi EG 328,1.4-7 - Dir, dir, o Höchster, will ich singen  

Do EG 497,1.2.13.14 - Ich weiß. mein Gott, dass all mein Tun 

Fr EG 255,1-5-  O dass doch bald dein Feuer brennte  

Sa EG 390,1-3 - Erneure mich, o ewigs Licht 


Canticum (Lobgesang der Maria)

Leitvers: Christus, unsern Heiland, ewigen Gott, Marien Sohn, preisen wir in Ewigkeit.

Magnificat: Meine Seele erhebt den Herren (EG Wü 781.6)


Fürbitten

Sonntag

Erscheine, Gott, durch deinen Sohn. / Erscheine inmitten Schuldiger, Begrenzter, Armer. /Er-scheine mit deinem Halt und deiner Freude./ Erscheine in Leiden noch und Tod./ Erscheine, Gott, vor aller Welt . - Wir rufen: R: Kyrie eleison.

Erscheine, wo wir uns selbst gefallen. / Erscheine, wo wir die Nächsten übersehen ./ Erschei-ne, wo wir in Unrecht uns verlieren. / Erscheine, wo Dunkelheit von uns verursacht wird./ 

Erscheine, wo wir dem Tod die Herrschaft lassen. -Wir rufen: Kyrie eleison

Erscheine, dass wir deine Stimme vernehmen./ Erscheine, dass wir uns deiner Liebe erinnern.

/ Erscheine, dass wir deinen Weg erfahren./ Erscheine, dass wir zurückkehren zu dir. /Er--scheine, dass wir aufgenommen werden in dein Haus. -Wir rufen: Kyrie eleison

Erscheine mit deiner Nähe und Freundlichkeit / den Suchenden, den Getriebenen, den Über-forderten, / den Besorgten, den Ängstlichen, den Leidenden, / den Kranken, den Sterbenden, den Trauernden. / Erscheine, Gott, in deinem Sohn. - Wir rufen: Kyrie eleison RB

Montag

Gott des Himmels und der Erde. Du hast uns Menschen zu deinem Bilde geschaffen und hast uns das Werk deiner Hände anvertraut. Leite uns mit deinem Geist, dass wir das Wunder deiner Güte erkennen und dich von ganzem Herzen lieben. Dich rufen wir an -  

R: Kyrie eleison.

Wir danken dir, das wir vor deinem Angesicht leben dürfen, erleuchtet durch deine Wahrheit, getragen von deinem Erbarmen, gebunden in deinen Willen, gesegnet mit deiner Verheißung. Dich rufen wir an.  R:

Lass uns geborgen sein in deiner Gnade. Gib, dass wir mit getrostem Glauben an unsere Arbeit gehen. Hilf uns, deinen Namen zu bekennen in allem, was wir tun und lassen. Dich rufen wir an.  R:

Dienstag  

Beten wir zu Gott, der in den Spannungen und Konflikten unseres Lebens durch Christus bei uns ist. dass er uns mutig und besonnen macht, rufen wir ihn an - 

R:  Gott steh uns bei

Gib unseren guten Vorsätzen ein sinnvolles Ergebnis und lass unsere rechten Pläne gelingen. - Vollende, was wir aus Schwachheit nur unvollkommen erreichen. Wir rufen -R: 

Schenke uns Begegnungen, die uns froh machen, und lass niemanden durch uns traurig werden. - lass andere Nachsicht mit uns üben, wenn wir uns unausstehlich verhalten. Wir rufen - R: 

Gib uns Standfestigkeit, dem Unrecht zu widerstehen und unsere Feinde zu lieben. - Lege uns keine schwereren Lasten auf als wir tragen können. Wir rufen - R:

Gib Weisheit denen, die Gesetze erlassen, und schütze alle, die sie durchzusetzen haben. - Wehre dem Unrecht und bewahre die Entrechteten vor der Versuchung, Böses mit Bösem zu vergelten. Wir rufen - R:

Mittwoch

Durch Christus, unseren Bruder, zu Kindern Gottes und einander zu Schwestern und Brüdern geworden, bitten wir darum, einander zu lieben, wie Christus uns geliebt hat. Rufen wir zu Gott - 

R: Erneure uns durch deinen Geist.

Lass unsern Mund dein Lob verkündigen und allem bösen Reden verschlossen sein. - Lehre uns erkennen, wie wir in den Schwachen und Geringen Christus dienen sollen. Wir rufen - R:

Die Verheirateten bewahre in der Treue; den Familien gib Harmonie und herzliche Gemein-schaft, die Alleinlebenden behüte vor Einsamkeit. Wir rufen - R:

Beschütze alle, die unterwegs sind. Gib gutes Wetter denen, die es brauchen. - Schenke der Völkergemeinschaft friedliche Beziehungen und lass die Güter der Erde gerecht unter uns verteilt werden. Wir rufen - R:

Erinnere uns alle, dass wir dazu bestimmt sind, über Arbeit und Freizeit hinaus das Ziel zu finden in dir. Wir rufen - R:

Donnerstag

Gott. Unerwartet bleibt dein großes Ja zu uns Menschen, das du in Jesus gesprochen hast. Deine Barmherzigkeit spricht uns frei von Schuld. Erfülle uns mit deinem Geist. Stell uns hinein in die Bewegung deiner Liebe. Wir rufen dich an: R: Kyrie eleison

Du überlässt uns nicht der Verlorenheit, der Angst und dem Tod, sondern hast uns in der Taufe mit dem Geschick Jesu verbunden. Deine lebensschaffende Gnade sei wirksam in unserem Leben. lass uns ohne Furcht deinem Sohn folgen. lass uns danach trachten, was deiner Barmherzigkeit entspricht, was für die Liebe gut ist, was durch Hoffnung auf dich vollkommen wird.  Wir rufen dich an - R:

Beschütze die Gemeinschaft der Völker auf unserer Erde. Bewahre vor Krieg und Unter-werfung, vor Hunger und Not. Wehre allen, die ihr Vertrauen auf Gewalt setzen. Fördere ein gerechtes Miteinander. Mach uns bereit, an der Entwicklung zum Frieden mitzuwirken. Wir rufen dich an - R:
Halte deine Hand über unsere Kranken. Hilf allen, die in Abhängigkeiten und Sorge leben. Zeige uns den Weg, der in deine Freiheit führt. Geleite die Sterbenden und nimmt sie auf in den ewigen Frieden. Wir rufen dich an - R:

Freitag    

Gott, Du ewiges Erbarmen und schöpferische Güte. Du hast uns zum Leben, nicht für den Tod bestimmt. Wir preisen dich für das neue Leben, das uns in Christus gegeben ist und für deine Geduld, die du uns, deinen eigensinnigen Kindern, zuwendest. Du willst uns gnädig sein. Dich rufen wir an - R: Kyrie eleison

Besonders danken wir dir (heute)

o  für jede Gelegenheit, deiner Liebe nachzudenken,

o   für die Vergebung, die du unserem Versagen gewährst,

o   für die Zeit, die du uns schenkst, Fehler zu korrigieren,

o   dafür, dass wir Beleidigungen zurücknehmen und zerbrochene Beziehungen heilen können,

o   dafür, dass uns Freunde in christlicher Liebe begleiten und stützen.

Wir rufen dich an - R:

Du Gott der Barmherzigkeit. Du hast Geduld mit unseren Unzulänglichkeiten und großzügig gibt uns deine Liebe, was wir brauchen. Vor dich bringen wir die Nöte unserer Welt voller Schäden und Verletzungen. Wir rufen dich an - R:

Besonders bitten wir (heute)

o   für alle, die durch gefährliche Lebensabschnitte gehen müssen,

o   für die Opfer menschlicher Habgier und Eroberungslust,

o   für alle, die von ihrer Schuld frei werden möchten,

o   für die Angeschlagenen, dass sie in den Gemeinden willkommen seien.

Wir rufen dich an - R:

Samstag

Gott, unser Schöpfer. Du hast uns zur Arbeit, aber auch zum Feiern gerufen; wir dürfen ruhen, wie du geruht hast. Dein Sohn erlöst uns von dem Wahn, alles machen zu können. Wir rufen - 

R: Kyrie eleison.

Dein Wort spricht uns frei von unerfüllbaren Ansprüchen und anklagenden Gedanken. Deine Botschaft sollen wir hören. Dein Werk möchten wir schauen. Deine Liebe wollen wir feiern, heute und morgen und in Ewigkeit. Wir rufen - R: Kyrie eleison.

Wir bitten dich um Erholung für alle Abgearbeiteten, um guten Schlaf für die Müden, um deinen Frieden für die Altgewordenen. Den Einsamen schenke Gemeinschaft, den Traurigen Trost, den Geängstigten Freiheit, den Schuldigen Vergebung, den Sterbenden Hoffnung auf das Leben bei dir. Wir rufen - R: Kyrie eleison.


Vaterunser


Segen

Die Gnade Gottes sei und bleibe über uns, wie in der Taufe, so im ganzen Leben: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. 

oder   

Möge Gott, der uns in Christus die Quelle des Wassers gibt, das in das ewige Leben quiltt,

in uns das Bild seiner Herrlichkeit vollenden.

Common Worship (Church of England) Times and Seasons, London 2006 S. 136 


Quellen und Hinweise


Soweit nicht anders angegeben sind Bibelverse wörtlich zitiert aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung – revidiert 2017, © 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

<ç> entsprechend den aktuellen bzw. örtlichen Corona-Regeln 

a Das Luzernar ist passend an Altjahrsabend, Neujahr, 2. Sonntag nach dem Christfest sowie am Vorabend zum Epiphaniasfest

Ergänzungsheft zum EG (Leipzig 2018),.

E Evangelisches Gottesdienstbuch (UEK/EVELKD) Bielefeld/Leipzig 2020, 

EG Evangelisches Gesangbuch - Stammausgabe, 

EG Wü  Evangelisches Gesangbuch - Ausgabe Württemberg, 

T Evangelisches Tagzeitenbuch, Göttingen 2020, Nr.

DP Daily Prayer (Presbyterian), Philadelphia (USA) 1987,

ES Evangelisches Stundengebet (Hofhansel / Naglatzki), Hannover 1995,

GT Gebet der Tageszeiten (Ameln / Ritter / Thomas), Kassel 1924,

M M. Meyer, Nachdenkliche Gebete,.. Göttingen 1988,

R Reformierte Liturgie, Wuppertal 1999,

S.Matthias  Fürbitten aus der Abteil St. Matthias in Trier